Wichtige Partnerschaft: DFL erhält 100 Millionen Euro Kredit von Adidas

Wichtige Partnerschaft: DFL erhält 100 Millionen Euro Kredit von Adidas

Diese zukünftige Kooperation sei "wichtig für den Ligaverband", erklärte DFL-Präsident Hans-Joachim Watzke. "Adidas und die DFL werden zusammen zur positiven Entwicklung des deutschen Profifußballs beitragen. In wirtschaftlich dynamischen Zeiten bietet dieses Finanzierungsmodell eine wertvolle Möglichkeit, in das Wachstum der Bundesligen zu investieren." Er betrachte den Vertrag als "ein vorbildliches Zeichen über den Fußball hinaus".

Das Unternehmen aus Herzogenaurach stellt demnach die 100 Millionen Euro "zu kooperativen Bedingungen" für die langfristige Weiterentwicklung der Bundesliga zur Verfügung. Das Geld fließt nicht unmittelbar an die 36 Vereine, doch diese entscheiden gemeinsam über die Nutzung des Betrags durch die DFL. So sollen in Schwerpunktbereichen zukunftsweisende Projekte wie die Verbesserung der zentralen Vermarktung gefördert werden.

Aus den 100 Millionen Euro des Kredits dürfen nach Berichten von Bild höchstens 20 Millionen Euro pro Saison abgerufen werden. Adidas gewährt einen Zinssatz von 1,5 Prozent. Sollte der Kredit in Anspruch genommen werden, müssten nach Bild deutlich weniger als die 100 Millionen Euro zuzüglich Zinsen zurückgezahlt werden. Der Grund hierfür ist, dass der Kredit mit gemeinsamen Geschäften wie der vorzeitigen Verlängerung des Ball-Deals zwischen Adidas und DFL verrechnet wird.

Kooperation in "neuer Ausprägung"

Ab der kommenden Saison wird für acht Jahre in der Bundesliga und 2. Bundesliga sowie beim Franz Beckenbauer Supercup, in den Relegationsspielen zwischen Bundesliga und 2. Bundesliga und beim neuen U21-Wettbewerb Bundesliga Talent Series ein offizieller Ball von Adidas verwendet. Man möchte die Zukunft der deutschen Topligen "aktiv" gestalten, unterstrich Adidas-CEO Björn Gulden. Die vereinbarte Partnerschaft besitze "eine neue Ausprägung".

Seit dem durch Fanproteste gescheiterten Investorendeal zu Beginn 2024 sucht der Ligaverband nach anderen Wegen, um seinen Kapitalbedarf zu decken. Die ersten Gespräche mit Adidas sollen bereits im Sommer 2024 begonnen haben, und nun ist nach "sehr konstruktiven Verhandlungen" eine Einigung erzielt worden. Für die Liga seien "langfristige Investitionen essenziell, um die Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsstärke des deutschen Profifußballs zu gewährleisten", betonte DFL-Geschäftsführer Marc Lenz.