Werder jubelt dank Milosevic: Erlösung im Kellerduell

Werder jubelt dank Milosevic: Erlösung im Kellerduell

Im entscheidenden Kampf am Tabellenende hat Jovan Milosevic Werder Bremen gerettet und die Serie der Niederlagen unterbrochen. Zum ersten Mal seit 13 Spielen gewann die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune ein Bundesliga Match. Im direkten Duell mit dem Tabellenletzten 1. FC Heidenheim überzeugte Werder nach solider Darbietung mit 2:0 (0:0) und weckt frischen Mut im Abstiegskampf. Milosevic versetzte die lang gequälten Fans in Ekstase mit seinem Tor in der 57. Minute. Dazu erzielte Hennes Behrens (90.+7) unmittelbar vor dem Abpfiff ein Eigentor.

Der Duellant des Letzten gegen den Vorletzten an der Weser brachte enormen Druck mit sich. Werder bewältigte diesen besser und holte nach 113 endlosen Tagen wieder drei Punkte durch Milosevic und seine Mitspieler. Für Thioune, der Horst Steffen nachfolgte, bedeutete dies nach drei Auftaktniederlagen den ersten Erfolg.

Die Heidenheimer unter Frank Schmidt gelten statistisch als verloren. Mit lediglich 14 Punkten aus 24 Spielen hat in der Ära der Drei Punkte pro Sieg noch kein Verein den Ligaerhalt errungen.

Mitte der Woche berieten sich Bremer Schlüsselspieler mit Anhängern bei einem Treffen zur Einheit. Vor dem Anpfiff feuerte ein Capo das Team über die Stadionanlage mit einer emotionalen Ansprache an. Werder startete daher aggressiv. Trotz Chancen wollte der Ball jedoch nicht fallen. Ein vermeintlicher Treffer von Olivier Deman (26.) wurde per Videoüberprüfung wegen Abseits annulliert. Milosevic (36.) scheiterte aus nächster Nähe, Romano Schmid (45.+2) traf nur die Latte.

Heidenheim fokussierte sich stark auf die Abwehr und zwang Werder zur Vorsicht vor Kontern. Ein Beispiel war der Einsatz von Arijon Ibrahimovic (41.).

Vor 40.000 Besuchern zeigten beide Teams nach den kürzlichen Misserfolgen spürbares Misstrauen. Die Furcht vor kostbaren Fehlern hing in der Luft. Thioune hatte zuvor betont, dass Werder ein Heimspiel gegen Heidenheim sicher gewinnen könne. Doch neben fehlendem Tor Glück mangelte es oft an Kreativität, um die Gegnerabwehr zu durchbrechen.

Plötzlich klappte es jedoch nahtlos. Schmid steuerte einen präzisen Flankenball in den Strafraum, Milosevic köpfte aus etwa fünf Metern sicher ein. Das Weserstadion brach in Jubel aus.

Danach stürmte Heidenheim verstärkt nach vorn, um die Blamage abzuwenden. Werder wehrte ab und hielt den Vorsprung. Die Zuschauer erlebten kein Meisterwerk, aber eine packende Begegnung. Justin Njinmah (86.) und Keke Topp (90.+2) verpassten den finalen Treffer knapp. Mathias Honsak (90.+6) ließ auf der anderen Seite die Chance zum Ausgleich liegen, bevor das Eigentor von Behrens den Sieg besiegelte.