"Werbung für deutsches Schiedsrichterwesen": Zuspruch und Kritik für Sieberts Leistung
Siebert, der bei den Europameisterschaften 2021 und 2024 als Schiedsrichter fungierte, habe laut Kinhöfer eine 'natürliche Autorität' ausgestrahlt. Kinhöfer fügte hinzu: 'Bei den populären Entscheidungen war er stets präsent und behielt die Kontrolle.' Nach der Niederlage im Elfmeterschießen (3:4) gegen Paris Saint-Germain haderte der FC Arsenal jedoch besonders mit einer Entscheidung von Siebert.
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Siebert entschied zunächst nach einem Foul von Cristhian Mosquera an Chwitscha Kwarazchelia sofort und korrekt auf Strafstoß für PSG (62. Minute). 'Das ist die absolut richtige Entscheidung. Und es ist beeindruckend, das in Echtzeit zu erkennen', lobte Kinhöfer.
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Schwierige Elfmetersituation
In der Verlängerung (102. Minute) wurde es in der genannten Szene noch schwieriger. Bei einem Zweikampf mit Nuno Mendes stürzte Arsenals Noni Madueke im Strafraum. Die Londoner protestierten heftig, doch Siebert ließ weiterspielen und verwarnte Teammanager Mikel Arteta sowie Declan Rice wegen lauter Proteste. 'Ein Gerangel. Ich stimme ihm zu', sagte Kinhöfer. 'In der Verlängerung eines Finals ist das kein Strafstoß. Beide halten und zerren.'
Bereits kurz vor der Halbzeit hatte Siebert für Aufsehen gesorgt, als er ein Zeichen setzte: Weil Bukayo Saka zu viel Zeit für die Ausführung einer Ecke benötigte, pfiff Siebert nach sechs Minuten Nachspielzeit zur Pause und erlaubte Arsenal nicht mehr, den Standard auszuführen.
Siebert ist nach Hellmut Krug (1998), Markus Merk (2003), Herbert Fandel (2007) und Felix Brych (2017) erst der fünfte deutsche Schiedsrichter, der ein Champions-League-Finale geleitet hat. Vom Weltfußballverband FIFA wurde Siebert nicht für die anstehende Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) nominiert. Stattdessen entschied sich die FIFA für einen weiteren Berliner: Felix Zwayer.