"Weltstar" Olise: Ein Wechsel kommt nicht infrage

"Weltstar" Olise: Ein Wechsel kommt nicht infrage

Michael Olise kann seine offensive Art einfach nicht ablegen. Auch beim Schachspiel beschreibt er sich als "ein Angreifer, der den Gegner bedrängt und unter Druck setzt", erklärte der Franzose in einem seiner seltenen Gespräche mit der Presse.

Manchmal übersehe er dabei, "dass eine defensive Perspektive ebenfalls wichtig ist". Der 24-Jährige bringt seinem Trainer Vincent Kompany eine strategische Denkweise bei, allerdings auf dem Fußballfeld statt vor dem Schachbrett.

"Was Olise auszeichnet? Seine Einstellung", urteilte der FC-Bayern-Coach kürzlich und verglich ihn mit seinem Ex-Teamkollegen Kevin De Bruyne. Diese Detailversessenheit habe De Bruyne zu einem "Superstar" und sogar "Weltstar" aufsteigen lassen, lobte Kompany, und Olise könnte durch diese Qualität zu "einem der Top-Spieler weltweit" werden.

Wechsel? Olise bleibt langfristig

Er ist auf einem vielversprechenden Pfad. Wenn er vom rechten Flügel zentral und aufs Tor zieht, erinnert er an die Klub-Legende Arjen Robben. Seine entspannte, federnde Art hat ihm den Beinamen "Mr. Nonchalant" eingebracht plus einen Marktwert von 140 Millionen Euro, den höchsten je für einen Bayern-Spieler.

Liverpool oder Real Madrid, die am Mittwoch (21 Uhr/DAZN und Flashscore Audioreportage) im Champions-League-Viertelfinal-Rückspiel antreten, sollen angeblich sogar 200 Millionen Euro für ihn zahlen wollen.

Solche Spekulationen weist Aufsichtsratsmitglied Karl-Heinz Rummenigge jedoch zurück und nennt sie "Gerüchte, die im Verein nur belustigen". Olise ist bis 2029 vertraglich gebunden, "die Zuschauer strömen seinetwegen ins Stadion". Ehrenpräsident Uli Hoeneß ergänzt, dass es den Fans "wenig bringt, 200 Millionen auf dem Konto zu haben und samstags deswegen schwachen Fußball zu sehen".

Der FC Bayern sieht in Olise ein "Langzeitprojekt", betont Sportvorstand Max Eberl. Der Franzose fühlt sich in München pudelwohl und ist überzeugt, hier Erfolge zu feiern. "Bei diesem fußballerischen Stil", unterstreicht Eberl, "gibt es keinen Raum für andere Optionen".