Wahl bei Barcelona: Ter Stegen darf nicht abstimmen

Wahl bei Barcelona: Ter Stegen darf nicht abstimmen

An der Urne abgewiesen: Der deutsche Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen konnte bei der Präsidentschaftswahl des FC Barcelona nicht wählen. Berichten spanischer Medien zufolge fehlte sein Name in der offiziellen Wählerliste, weil die Mitgliedsdaten des 33-Jährigen, der momentan an FC Girona ausgeliehen und verletzt ist, veraltet waren. Aus diesem Grund verließ ter Stegen den Wahltag im Camp Nou wieder, ohne eine Stimme abgegeben zu haben.

Zuletzt wurde am Sonntag Joan Laporta als bisheriger Präsident des katalanischen Traditionsvereins FC Barcelona bis 2031 in seinem Amt bestätigt, wobei 68,18 Prozent der Stimmen auf den 63-Jährigen entfielen. Profi-Spieler von Barca erlangen durch ihren Vertrag automatisch eine Mitgliedschaft im Klub, und ter Stegen ist bei den Katalanen bis 2028 vertraglich gebunden.

Ter Stegen wechselte 2014 aus der Bundesliga von Borussia Mönchengladbach zu Barcelona und fungierte zeitweise als Kapitän des Teams, in jüngster Zeit spielte er jedoch wegen Verletzungen keine Rolle mehr in den Vorstellungen des Trainers Hansi Flick. Im Winter ging ter Stegen zu Girona, um Routine herauszufordern und sich beim Nationaltrainer Julian Nagelsmann für die Weltmeisterschaft im Sommer ins Gespräch zu bringen. Gegenwärtig pausiert ter Stegen jedoch infolge einer Operation an einer Muskelverletzung im Oberschenkel.

"Aus Respekt vor Marc schließe ich die Tür nie ganz, weil er einfach dran wäre", äußerte Nagelsmann kürzlich zu ter Stegens Aussichten bei der WM. Trotzdem müsse es "sinnvoll sein, für ihn und uns", und die Lage sehe derzeit "nicht rosig aus".