"Von Platz zwei an alles hoffnungslos": Kwasnioks umfassende Kritik

"Von Platz zwei an alles hoffnungslos": Kwasnioks umfassende Kritik

Der Trainer Lukas Kwasniok vom 1. FC Köln nutzte die aktuellen Meldungen über eine angespannte Atmosphäre im Verein für eine breite Kritik. Der allgemeine Blick auf die Teams der Fußball-Bundesliga sei durchweg negativ, erklärte Kwasniok auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg (Sonntag, 17.30 Uhr/DAZN). "Wo läuft es denn gut?", fragte er, "außer bei den Bayern wird alles nur schlecht dargestellt. Ab dem zweiten Platz herrscht komplette Verzweiflung."

Daraus entstehe eine Sichtweise, wonach die Verfolger der Bayern, also RB Leipzig, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen, "ganz abgeschrieben" werden müssten. Das momentan schwankende Team der Eintracht Frankfurt wirke aus dieser Perspektive "bereits so gut wie abgestiegen". Die Erwartungen der Öffentlichkeit seien derart hoch, dass ein Zweiter Platz keinen Wert mehr habe. "Das ist ein Systemfehler."

Köln hatte von November bis zum Jahresanfang monatelang auf einen Erfolg gewartet und rutschte nach einem starken Start wieder Richtung Abstiegszone. Vor dem letzten Triumph über den FSV Mainz 05 (2:1) häuften sich die Berichte über eine Krise im Verein sowie Spannungen zwischen Trainer und Spielern. Zudem erregte ein provokantes Banner der Kölner Ultras, das sich gegen Kwasniok richtete, große Aufmerksamkeit.

"In unserem Lager war die Stimmung immer absolut okay", betonte Kwasniok jetzt, "dass ein paar Spieler unzufrieden werden, wenn Niederlagen häufen, gehört einfach dazu." Der Verein habe jedoch "für einen Neuling die meiste Zeit eine solide Position" eingenommen: "Unser Ziel ist es, die unteren Ränge zu meiden, wir sind da auf gutem Kurs, aber es warten noch 16 Partien." Die Mannschaft aus Köln belegt Platz zehn mit sieben Zählern Abstand zum Relegationsplatz.