VfL-Trainer vor der Entscheidung: Kein Finale für Daniel Bauer

VfL-Trainer vor der Entscheidung: Kein Finale für Daniel Bauer

Der Coach Daniel Bauer des krisengeplagten Bundesliga-Teams VfL Wolfsburg möchte vor einem möglichen Showdown um seine Stelle den Blickwinkel von seiner Person abwenden. "Am Samstag handelt es sich nicht um ein Finale für Daniel Bauer, sondern um ein äusserst relevantes Sechspunktmatch für unseren Verein. Aus", erklärte Bauer im Vorfeld des Heimduells am Samstag (15.30 Uhr, Sky) mit dem Hamburger SV.

Nach nur einem Triumph in den letzten zehn Bundesligapartien ist Wolfsburg in der Rangliste auf den Abstiegsplatz 17 gerutscht. Bei einer Niederlage gegen den HSV droht Bauer nach Presseberichten die Kündigung. Die Wolfsburger Allgemeine Zeitung nannte kürzlich unter anderem Dieter Hecking und Friedhelm Funkel als potenzielle Ersatzleute.

"Es ist entscheidend, alle Störfaktoren zu ignorieren. Am Ende verbraucht das nur Kraft", betonte Bauer. Schon nach der 0:4-Pleite beim VfB Stuttgart letztens wurde über eine Ablösung von Bauer nachgedacht, der im November Paul Simonis abgelöst hatte.

Der frühere U19-Trainer hob den Dialog mit Sportvorstand Peter Christiansen und Sportdirektor Pirmin Schwegler hervor: "Innerhalb des Clubs führten wir intensive, hilfreiche und ehrliche Gespräche", sagte Bauer. Diese seien geprägt gewesen "von Achtung und grossem Zutrauen".

Zudem motivierte Bauer sein Team für das Aufeinandertreffen mit dem HSV. "Es wird kein eleganter Fussball zu erwarten sein", prognostizierte er. Es drehe sich um "die Basics des Sports" sowie um "Rennen, Kämpfen, Durchbeißen", fügte Bauer hinzu. An die Fans des VfL appellierte er um Beistand gegen die Hamburger, die nach Berichten der Bild-Zeitung mit bis zu 10.000 Supportern nach Wolfsburg kommen könnten. "Verhindert bitte, dass wir am Samstag zu Hause ein Gastspiel erleben", appellierte Bauer.