Verzögerter Doppeltreffer: Bayern besiegt Schüllers Manchester United und zieht ins Halbfinale ein
In der Viertelfinalrunde droht fast sicher die Revanche mit dem FC Barcelona: Der absolute Favorit, der die Bayern in der Gruppenphase mit einem 7:1 demütigte, führt mit 6:2 vor seinem Rückspiel gegen Real Madrid am Donnerstag um 18.45 Uhr. Die Halbfinalspiele sind für den 25. und 26. April sowie den 2. und 3. Mai geplant.
"Es fühlt sich wunderbar an, so einen Erfolg vor dieser Kulisse mit unseren Fans zu feiern", erklärte Gwinn bei Disney+: "Das ist der ideale Abend, den jede Athletin ersehnt. Ich freue mich riesig."
Matchcenter: Bayern München gegen Manchester United
Die gefährliche französische Angreiferin Melvine Malard eröffnete in der 11. Minute die Torbilanz für Manchester vor 25.000 Fans in der Allianz Arena. Der verdiente Ausgleich durch Kapitänin Glodis Viggosdottir kam in der 81. Minute nach dem zwölften Einwurf der Münchnerinnen. Kurz darauf sicherte Linda Dallmann in der 84. Minute den Vorsprung.
Die zweite Halbzeit sorgte für den Wendepunkt
Die Bayern, bei denen diese Woche Momoko Tanikawa anstelle von Arianna Caruso in der Startelf stand, starteten viel zu defensiv. Vor den Augen von Ehrenpräsident Uli Hoeneß und dem Trainer der Männermannschaft Vincent Kompany dominierte United im Mittelfeld und diktiert das Spiel. Malard scheiterte zunächst in der 4. Minute an Torhüterin Ena Mahmutovic.
Die Keeperin war Sekunden später wieder gefordert: Bei einem weiten Pass kam sie als Erste an den Ball, traf jedoch Mitspielerin Vanessa Gilles. Den rebound nutzte Malard locker zum 1:0.
Unter der Führung von Tanikawa suchten die Bayern, denen mehrere Schlüsselspielerinnen wie Klara Bühl fehlten, vergeblich nach Kontern. Bevor sie Chancen kreieren konnten, verpasste Malard in der 15. Minute erneut. In einem rare Konter fiel Franziska Kett in der 34. Minute im Strafraum, doch der Elfmeterruf blieb aus.
Erst nach der Pause wurden Heldin des Hinspiels Pernille Harder und ihre Teamkolleginnen auch bei Flussbällen bedrohlich. Die Dänin verfehlte die Ausgleichschance in der 54. Minute, der Druck der Münchnerinnen stieg stetig, bis ein Freistoß entschied. Schüller kam bei United erst in der 86. Minute zum Einsatz.