"Verbale Abmachung": Rosenior kündigt baldigen Wechsel zu Chelsea an
Der britische Coach Liam Rosenior hat angekündigt, dass er bald der neue Trainer des Premier-League-Teams FC Chelsea übernimmt. "Ich habe den Vertrag noch nicht unterschrieben, doch es gibt eine mündliche Vereinbarung", erklärte der 41-Jährige am Dienstag in einer Pressekonferenz bei seinem aktuellen Club Racing Straßburg. Dadurch löst er den kürzlich gefeuerten Enzo Maresca ab, eine offizielle Meldung vom Klub-Weltmeister Chelsea lag zunächst nicht vor.
"Wahrscheinlich klärt sich alles in den kommenden Stunden", fügte Rosenior hinzu. Er sei noch einmal in Straßburg, "da mir dieser Club wichtig ist und ich die Fragen heute vor Ort beantworten wollte, ehe ich zur nächsten Phase meiner Laufbahn übergehe."
Rosenior bleibt somit im Netzwerk des US-Geschäftsmanns Todd Boehly. Chelsea und Straßburg sind Teil des von Boehly geleiteten Investorenkreises. Roseniors Vorgänger Maresca wurde zu Jahresbeginn unerwartet entlassen. Der Italiener hatte mit Chelsea im Vorjahr den Klub-Weltmeistertitel errungen.
Der ehemalige Profi Rosenior, der 141 Einsätze in der Premier League absolviert hatte, wirkte gerührt: "Zurzeit freue ich mich sehr, bin aber auch voller Dank für alles, was hier geschehen ist. Natürlich spüre ich gemischte Emotionen." Das sei typisch für den Fußball.
Noch am Wochenende hatte er Straßburg beim 1:1 gegen OGC Nizza betreut. In der aktuellen Ligue-1-Saison führte Rosenior den Verein auf Platz sieben. Sein neues Team Chelsea spielte am Sonntag unter dem Übergangstrainer Calum McFarlane 1:1 gegen Manchester City. Rosenior startet bei den Blues auf dem fünften Rang.
Die beiden Vereine pflegen seit Neuestem enge Bande: Seit 2023 wechselten 15 Spieler zwischen Straßburg und Chelsea. In jenem Jahr wurde Straßburg von der BlueCo Group rund um den US-Unternehmer Todd Boehly erworben. Boehly hält seit Mai 2022 auch Anteile an Chelsea.