"Unverzeihlich": Lamine Yamal verurteilt antiislamische Chöre

"Unverzeihlich": Lamine Yamal verurteilt antiislamische Chöre

Zuschauer im RCDE Stadion in Barcelona hatten vor dem Spiel des Europameisters am Dienstag (0:0) die gegnerische Nationalhymne ausgebuht und in der ersten Halbzeit beleidigende Rufe angestimmt. Laut Medienberichten skandierten die Fans: "bote, bote, bote musulman el que no bote" (übersetzt: "Spring, Spring, Spring, wer nicht springt, ist ein Muslim").

"Ich weiß, dass nicht alle Fans so handeln, aber diejenigen, die solche Slogans rufen: Eine Religion auf dem Platz zu verspotten, macht euch zu unwissenden und rassistischen Personen.", postete Yamal unter seinem Schwarz-Weiß Foto vom Einmarsch. "Fußball dient dem Vergnügen und der Unterstützung des Teams, nicht der Herabsetzung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Glaubens."

Skandal statt Training

Außer Yamal verurteilten Spaniens Justizminister Felix Bolanos ("eine Schande"), der spanische Fußballverband (RFEF) und Nationaltrainer Luis de la Fuente die Vorfälle hart. Die Behörden haben Untersuchungen eingeleitet. "Trotzdem danke ich allen, die uns unterstützt haben. Wir treffen uns bei der Weltmeisterschaft", fügte Yamal hinzu.

Das Länderspiel wurde aufgrund des Konflikts im Nahen Osten von Katar nach Barcelona verlegt und sollte die Vorbereitung auf die WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) dienen. Spanien spielt in Gruppe H gegen Uruguay, Saudi-Arabien und den Neuling Kap Verde. Ägypten trifft in Gruppe G auf Belgien, Iran und Neuseeland.