Untersuchungen zu Vorwürfen des Menschenhandels gegen Hernández

Untersuchungen zu Vorwürfen des Menschenhandels gegen Hernández

Schwere Anschuldigungen erheben sich gegen den französischen Nationalfußballer Lucas Hernández: Die Behörden in Frankreich prüfen Vorwürfe des Menschenhandels und der illegalen Beschäftigung gegen den ehemaligen Spieler des FC Bayern. Der Auslöser ist eine Klage einer Familie aus Kolumbien gegen den Star von Paris Saint-Germain, dem Champions-League-Sieger.

Der Vater, die Mutter sowie ihre drei Kinder waren ein ganzes Jahr hindurch ohne Schutzrechte in diesem Haushalt tätig, so die Anwältin der Betroffenen, Lola Dubois, gegenüber der Agentur AFP. Ihre Mandanten hätten wöchentlich zwischen 70 und 80 Stunden geleistet, für rund 2000 Euro bar, ohne Urlaubsgeld oder Papiere zu ihren Arbeitnehmerrechten. Dubois bezeichnete es als eine Variante der modernen Knechtschaft.

Hernández, Sieger der Weltmeisterschaft 2018, und seine Frau Victoria Triay erklärten der AFP, sie seien getäuscht worden und hätten nie absichtlich gegen Vorschriften verstoßen. Der 29-Jährige und seine Partnerin, die von einem Bruch des Vertrauens redeten, versicherten, sie hätten die Familienangehörigen unterstützt und ihnen vertraut, als diese ankündigten, ihre Lage zu regeln.

Die Untersuchungen starteten nach einer Anzeige aus der Mitte Januar, die vom Magazin Paris Match bekannt gemacht wurde, und wurden der Sondereinheit in Saint-Germain-en-Laye übertragen. Paris Saint-Germain hat sich vorerst nicht dazu geäußert.

Der FC Bayern verpflichtete Hernández 2019 als Innenverteidiger oder Linken für den damaligen Rekordtransfer von 80 Millionen Euro von Atlético Madrid. Bei den Bayern holte er sich viele Pokale, inklusive der Champions League 2020. 2023 wechselte der 40-fache Internationalen ein Jahr vor Vertragsende zurück nach Frankreich zu PSG. Hernández hat bereits mehrere Verurteilungen wegen häuslicher Gewalt hinter sich.