"Unser schlechtestes Spiel": Leipziger ringen mit der Niederlage
Die Spieler waren sichtlich enttäuscht, und ihre Aussagen ließen keinen Zweifel. Nach der 1:2-Niederlage zur Halbzeit 1:1 gegen den FSV Mainz 05 ging Willi Orban streng mit seinem Team ins Gericht. "Das war unzweifelhaft unser schwächstes Match in dieser Saison. In jedem Bereich haben wir einfach vieles versäumt", erklärte der Verteidigungsleiter nach diesem weiteren Rückschlag.
Conrad Harder (40.) sorgte zwar für die Führung der Leipziger, doch Mainz blieb konzentriert. Nadiem Amiri verwandelte in der Nachspielzeit (40.+6) einen Foulelfmeter zum Ausgleich, bevor der frisch gekaufte Winterverstärkung Silas (49.) mit einem beeindruckenden Sololauf das Spiel endgültig wendete.
"Die Frustration ist enorm, wir sind alle etwas verärgert und natürlich auch betrübt über den Verlauf heute", meinte Kapitän David Raum. Der Flügelverteidiger war ähnlich wie beim Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli am Foulelfmeter beteiligt. "In meiner gesamten Laufbahn habe ich noch keinen Elfmeter verschuldet, nun zwei in zwei Spielen hintereinander, manchmal klebt einfach Pech daran."
Auch Coach Ole Werner äußerte Unzufriedenheit mit der Leistung seines Teams. "Ich hatte das Gefühl, dass die Konzentration heute fehlte. In den ersten 60 Minuten mangelte es an allem", sagte der 37-Jährige.
Es gilt vieles zu besprechen und zu verbessern. Am Ziel, Europa zu erreichen, will man nicht zweifeln. "Dafür ist es noch zu früh. Wir machen uns da keine großen Sorgen. Die Saisonziele jetzt zu hinterfragen wäre nutzlos", betonte Orban.