Umfrage über VAR: Trainer und Kapitäne äußern Unzufriedenheit
Selbst acht Jahre nach der Einführung des Videobeweises in der Fußball-Bundesliga löst er weiterhin hitzige Debatten und Frustration aus. Eine Befragung von RTL und ntv ergab, dass viele Trainer und Kapitäne aus den beiden höchsten deutschen Ligen keine spürbaren Fortschritte durch den VAR sehen. Besonders kritisiert wurde, dass das Tool nicht genug modernisiert wurde und die Prüfungen viel zu lange in Anspruch nehmen.
Nach Angaben von RTL wurde die Umfrage während der Hinrunde der laufenden Saison durchgeführt, wobei alle Trainer und Kapitäne der 36 Teams aus der ersten und zweiten Liga angesprochen wurden. Am Ende nahmen 16 Coaches und 16 Spielführer teil und bemängelten vor allem die Länge der VAR-Überprüfungen: Nicht ein einziger Kapitän hielt sie für angemessen. Unter den Trainern fanden 81,3 Prozent, dass die Videoanalysen zu zeitaufwendig sind.
Etwa 62,5 Prozent der Teilnehmer erkennen zwar insgesamt mehr Fairness dank des VAR. Dennoch meldete die Mehrheit keine Entwicklungen seit dem Start in der Saison 2017/18. 56,3 Prozent der Kapitäne sehen keine Besserung, bei den Trainern sind es 50 Prozent.