UEFA-Analyse: Rekordumsätze in Europa, Bundesliga fest im Rennen
Deutlicher Rückstand auf England, doch höhere Einnahmen als Spanien: Der deutsche Fußball schneidet im Vergleich mit den führenden europäischen Ligen solide ab. Dies ergibt sich aus einem Finanzbericht der UEFA, der am Donnerstag erschienen ist. Für das Jahr 2024 meldeten die Top-Teams Europas Rekordumsätze von 28,6 Milliarden Euro, wovon 3,9 Milliarden Euro auf deutsche Vereine entfallen. Für 2025 rechnen Experten mit über 30 Milliarden Euro.
England führt mit 7,44 Milliarden Euro klar, die Bundesliga liegt knapp vor Spanien mit 3,88 Milliarden Euro. Die 20 Premier-League-Vereine investierten zudem 11,6 Milliarden Euro in Transfers, mehr als die 58 Teams aus Deutschland, Italien und Spanien zusammen, die 10,3 Milliarden Euro ausgaben.
Besonders stabil präsentiert sich die Lage der deutschen Clubs wirtschaftlich. Der Bericht betont, dass kein deutscher Verein negatives Eigenkapital aufwies, wohingegen in Frankreich zwei, in Spanien drei und in England sowie Italien je vier solcher Fälle existieren. Anders als in anderen Top-Ligen, wo Verluste von vier bis neun Prozent zum Vorjahr auftraten, steigerten die deutschen Clubs ihr Ergebnis um sieben Prozent.
Die Studie deckt das gesamte Jahr 2024 für alle 55 UEFA-Verbände ab und umfasst 739 Männermannschaften der ersten Liga. UEFA-Chef Aleksander Ceferin zieht daraus den Schluss, dass das europäische Fußballsystem insgesamt gut integriert ist.
Dennoch warnt er, dass keine Komplacency angebracht ist. Trends wie wachsende Betriebsausgaben, mehr Personal und Lohnzuwächse jenseits der Spieler müssen beobachtet werden. Trotz Unruhen, Druck und Skepsis bleibt die Perspektive für den europäischen Fußball positiv, so Ceferin.