Brasiliens Abwehrchef Marquinhos warnt vor extremer Hitze in den USA mit über 40 Grad
Am Mittwoch absolvierte die brasilianische Nationalmannschaft ihr Training unter glühender Sonne, und das gegen 17 Uhr Ortszeit, als die Sonne noch hoch stand und die schwüle Luft lastend war. In Nordamerika geht die Sonne im Sommer zwischen 20:30 und 21 Uhr unter. Das bedeutet: Während der Spiele von Brasilien und den anderen Teams erwartet die Fans genau dieses Bild.
Die Temperaturen brachten Spieler, Trainerteam und auch die Journalisten an ihre Grenzen, sodass sie besonders auf ausreichendes Trinken und Sonnenschutz achten mussten.
Und das ist erst der Anfang. Die Wettervorhersagen sagen steigende Temperaturen voraus, die während des Turniers die 40 Grad Celsius überschreiten könnten – es drohen historische Hitzerekorde im Land, ähnlich denen bei der WM 1994, der heißesten aller Zeiten.
Erinnerungen an die Klub-Weltmeisterschaft
Vor diesem Hintergrund schlug Verteidiger Marquinhos Alarm und berichtete von seinen eigenen Erfahrungen mit der extremen Hitze, die er im vergangenen Jahr in den USA gemacht hatte. Mit PSG erreichte der Innenverteidiger das Finale der Klub-Weltmeisterschaft – ausgerechnet im MetLife Stadium, dem Ort des WM-Auftakts der Seleção.
„Ich glaube, die Hitze, die Erschöpfung, die Belastung und die Dehydrierung – all das war ein sehr wichtiger Faktor, besonders für uns, die bis ins Finale kamen“, sagte Marquinhos zu den Journalisten: „Das Finale wurde, wenn ich mich nicht irre, am Nachmittag gespielt, es war wirklich extrem heiß. Und diese Faktoren haben das Ergebnis definitiv beeinflusst.“
„Meine Erfahrung wird sehr wichtig sein, ebenso wie einige Dinge, die wir bereits im Training, in der Vorbereitung und mit bestimmten Maßnahmen umgesetzt haben, die für uns funktioniert haben. Ich habe das bereits an den Trainerstab und die Mannschaft weitergegeben, damit wir die bestmöglichen Bedingungen haben“, ergänzte Marquinhos.
Einer der Schlüsselpunkte, die der 32-Jährige für einen möglichen Titelgewinn in Nordamerika nennt, ist die Notwendigkeit, früh in Führung zu gehen. Ein Ergebnis unter diesen Bedingungen und Temperaturen aufzuholen, sei eine noch größere Herausforderung.
„Die Mannschaft, die zuerst trifft und in Führung geht, hat einen großen Vorteil, denn bei dieser Hitze und Sonne einem Rückstand hinterherzulaufen, ist noch anstrengender. Das war meine Erfahrung bei der Klub-Weltmeisterschaft“, schloss der brasilianische Kapitän ab.