Turbulente Halbzeit: Augsburg versäumt den Ausbruch

Turbulente Halbzeit: Augsburg versäumt den Ausbruch

Zuerst hart umkämpft, dann hochdramatisch: Der FC Augsburg konnte die Fehler seiner Rivalen im Abstiegskampf der Bundesliga nicht ausnutzen. Das Team von Coach Manuel Baum liess beim 2:2 (0:0) gegen den SC Freiburg eine 2:0 Führung entgleiten und verpasste die Chance, Abstand zu gewinnen.

Auf Platz 15 steht der FCA weiterhin mit nur drei Zählern Vorsprung vor dem 1. FC Heidenheim auf dem Relegationsrang. Seit dem 2:0 Sieg gegen Bayer Leverkusen zu Beginn des Dezembers siegte Augsburg nicht mehr, während Freiburg als Achter an die europäischen Ränge anknüpft.

Nach einer langweiligen ersten Hälfte ohne viele Chancen drehte Augsburg direkt nach der Pause mit zwei schnellen Treffern auf. Zuerst netzte Alexis Claude-Maurice ein (47.), dann machte Elvis Rexhbecaj das 2:0 (49.). Besonders war: Rexhbecaj durfte spielen, da Kristijan Jakic sich auf dem Weg aus der Kabine zur Wade verletzte. Yuito Suzuki (60.) und Igor Matanovic (62.) konterten mit raschen Antworten zum Gleichstand.

SC Freiburgs Trainer Julian Schuster reagierte auf den Rückstand mit dreifachem Wechsel und drehte das Spiel. Er liess unter anderem Suzuki einwechseln (56.), der aus der Wendung zum 2:1 traf. Bald darauf egalisierte Matanovic.

Ein Torfestival hatte in der Einleitung nicht in Sicht gestanden. Beide Mannschaften blockierten sich in einer zähen Phase, nur Augsburg hatte via Claude-Maurice (32., 45.+6) zwei brauchbare Gelegenheiten.

Der zweite Abschnitt wurde actionreicher, Freiburg zeigte starken Willen. Der eingewechselte Patrick Osterhage (73.) verpasste knapp das 3:2, doch Augsburgs Keeper Finn Dahmen parierte. Die Hausherren wehrten sich tapfer gegen die technisch besseren Gäste, fanden aber selten Entlastung.

Gegen Ende eskalierte es: Freiburg feierte vorzeitig die Wende, aber beim Versuch von Matanovic (79.) war der Ball bereits aus dem Feld. Schiri Martin Petersen liess das Tor nicht anerkennen.