Trotz holprigem Auftakt: Eintracht Frankfurt holt sich Pflichtsieg bei Heidenheim

Trotz holprigem Auftakt: Eintracht Frankfurt holt sich Pflichtsieg bei Heidenheim

Unter der Führung von Trainer Albert Riera bleibt Eintracht Frankfurt in der Bundesliga eine starke Heimelf. Der Kandidat für den Europapokal besiegte den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim mit 1:0 (0:0) und holte so einen notwendigen Erfolg, ohne in dem zähen Duell spielerisch zu überzeugen. Der spanische Trainer feierte vor heimischem Publikum seinen dritten Sieg im dritten Spiel.

Arnaud Kalimuendo erzielte das Tor für die Frankfurter in der 53. Minute, während ihr Kapitän Robin Koch in der 73. Minute mit Gelb-Rot vom Platz flog. Dadurch sicherte sich die Eintracht den siebten Platz in der Tabelle, der je nach Ausgang der DFB-Pokal-Spiele zu einer erneuten Europapokal-Teilnahme führen könnte. Heidenheim hingegen scheint nach der 18. Saisonniederlage und mit einem Rückstand von bereits zehn Punkten auf den Relegationsplatz kaum noch rettbar, besonders da die Mitkonkurrenten im Verlauf des Spieltags weiter abrücken können.

Nach dem trägen 0:0 gegen den FC St. Pauli, wo das Team statisch wirkte, hatte Riera seine Spieler zu flotterem Passspiel aufgefordert. Doch selbst gegen den tief hängenden Abstiegskämpfer mangelte es der Eintracht an Durchschlagskraft. Positiv war, dass die unter Vorgänger Dino Toppmöller sichtbare Schwäche in der Abwehr erneut nicht zum Vorschein kam.

Aus Sicht der Frankfurter belief sich der Ballbesitz nach der kniffligen ersten Halbzeit auf 71 Prozent und es gab insgesamt 370 Pässe, doch echte Torchancen blieben aus. Nur Hugo Larsson testete das Heidenheimer Tor mit einem ungefährlichen Schuss in der 44. Minute.

Kurz nach der Pause brach der Zauber. Der Nationalspieler Koch legte per unkonventionellem Kopfball auf, und Kalimuendo verwandelte zum 1:0. Danach agierten die Frankfurter nach vorne präziser, nur Fares Chaibi verpasste per Kopf eine starke Gelegenheit in der 61. Minute.

Sechs Minuten später schien es für die Gäste zu gelten: Sirlord Conteh nutzte einen langen Ball, hatte freien Weg und volleyte prächtig, doch das Tor wurde wegen eines hauchdünnen Abseits aberkannt. Nach Kochs Rauswurf wegen mehrfacher Fouls wurde es für Frankfurt heikel, Ritsu Doan scheiterte knapp am langen Pfosten in der 75. Minute.