Traurigkeit in Bremen: Werder bleibt sieglos

Traurigkeit in Bremen: Werder bleibt sieglos

Ein Punkt ist gebucht, doch der erhoffte Durchbruch bleibt aus: Trainer Horst Steffen und Werder Bremen stecken in der Bundesliga weiter tief in der Krise. Der Verein mit Tradition musste am Samstag nach einer wiederum schwachen Leistung gegen Borussia Mönchengladbach ein 1:1 (0:0) hinnehmen. So wartet Werder bereits seit zehn Partien auf einen Triumph, länger als je seit dem Aufstieg 2022.

Keke Topp (90.+4) rettete mit dem verdienten Treffer zum Ausgleich wenigstens die Niederlage ab, da die Bremer in der Schlussphase mit aller Verzweiflung vorstürmten. Haris Tabakovic hatte die Gäste aus dem Nichts nach einem schnellen Konter in Führung geschickt (61.).

In der Offensive wirkte Werder wie so häufig diese Saison eher unbedrohlich. Der Druck auf Steffen wächst dadurch vor dem nächsten Auswärtsspiel beim SC Freiburg weiter an, zumal das Duell gegen Gladbach schon als entscheidend für den Trainer galt.

Seit dem zwölften Spieltag ist Werder von Platz neun in der Tabelle nun bis an die Abstiegsränge gerutscht. Immerhin gab es keinen neuen Verlust. Borussias Coach Eugen Polanski dürfte mit dem Unentschieden zufriedener sein, auch wenn seine Mannschaft keineswegs überzeugte.

"Es geht darum, drei Punkte zu holen", hatte Steffen vorab hervorgehoben. Da die Borussia kürzlich ebenfalls nicht glänzte, lasteten hohe Erwartungen auf beiden Seiten, was sich negativ auf dem Rasen auswirkte.

Die Gäste starteten zögerlich, zogen sich zurück und ließen Werder oft den Besitz. Doch die Hausherren, bei denen Kapitän Marco Friedl nach seiner Sperre zurück war, kamen damit nicht zurecht. In der 20. Minute bot Justin Njinmah den 41.800 Zuschauern eine erste brauchbare Gelegenheit.

Der Anfang des Spiels mangelte es generell an Highlights. Nach der Pause legten die Bremer ihre Unsicherheit allmählich ab, riskierten mehr und die Borussia wurde mit der Zeit ebenfalls forcierender. Beide Seiten zeigten in ihren seltenen Angriffen jedoch oft zu wenig Schärfe und Willen.

Ein Fehler der scheinbar überlegenen Bremer in der Mitte leitete das Tor der Gladbacher ein. Werder jagte anschließend hartnäckig hinter dem Ausgleich her, agierte wie in Überzahl mit verzweifelter Energie, prallte aber immer wieder ab. Aus einer Ecke klappte es letztlich.