Traum geplatzt: Freiburg eliminiert Hertha im DFB-Pokal-Viertelfinale

Traum geplatzt: Freiburg eliminiert Hertha im DFB-Pokal-Viertelfinale

Der Wunsch nach einem Finale im heimischen Stadion ist spektakulär zerplatzt. Hertha BSC schied im Viertelfinale des DFB-Pokals durch ein Elfmeterschießen gegen den Bundesligisten SC Freiburg mit 4:5 aus. Nach der Verlängerung stand es 1:1 (0:0). Die Freiburger unter Trainer Julian Schuster erreichen erstmals seit drei Jahren wieder das Halbfinale. Für Hertha verlängert sich die lange Pause auf einen Finaleinzug, zuletzt gelang dies 1993 mit der zweiten Mannschaft in überraschender Weise.

Die Breisgauer halten so die Möglichkeit für ihren ersten DFB-Pokal-Erfolg in der Vereinsgeschichte am Leben. Es handelt sich um das vierte Mal, dass Freiburg das Halbfinale schafft.

Im Elfmeterschießen hielt Florian Müller gegen Pascal Klemens den entscheidenden Schuss. Zuvor erzielte Yuito Suzuki (96.) für Freiburg in der Verlängerung das Führungstor, Fabian Reese (104.) rettete Hertha den Ausgleich.

"Besser geht es gar nicht, dieses Stadion bringt uns schöne Erinnerungen", meinte Christian Günter bei Sky. "Wir sind total begeistert." Für das Halbfinale wollte der Freiburger keinen speziellen Gegner nennen, nur "ein Spiel zu Hause wäre toll", unterstrich er.

"Die Fans müssen die Stimmung hochkochen lassen, wenn wir gewinnen wollen", hatte Herthas Trainer Stefan Leitl vor dem Match gefordert, und sein Team startete stark. Schon in der siebten Minute köpfte Reese nach einer Ecke ein, doch Schiedsrichter Patrick Ittrich strich den Treffer auf VAR-Hinweis wegen Abseits von Julian Eitschberger. Hertha blieb die dominantere Seite, presste aggressiv und hielt Freiburg unter Druck, sodass die Gäste ihr Spiel nicht entfalten konnten.

Erst nach etwa 20 Minuten kamen die Freiburger besser ins Spiel und schossen erstmals, aber Hertha-Torwart Tjark Ernst parierte. Danach gab es Chancen für beide Teams, ohne echte Highlights. Kurz vor der Pause schoss Michael Cuisance aus schwierigem Winkel, verpasste die Berliner Führung aber nur knapp.

Nach der Pause setzten die Gastgeber den besseren Anfang, ein klares Torunterschied war nicht sichtbar. Kapitän Reese feuerte die über 55.000 Zuschauer im Olympiastadion an, aber ein Feuerwerk im Angriff blieb aus. In der 70. Minute wurde es eng: Vincenzo Grifo stand frei vor dem Berliner Tor, Marton Dardai räumte in letzter Sekunde. Grifo (89.) schoss kurz vor Schluss gerade vorbei.

In der Verlängerung hatte Michael Cuisance die beste Gelegenheit für Hertha bisher. Der Franzose umspielte Johan Manzambi elegant, traf den Ball aber nur hauchdünn am Pfosten vorbei. Kurz darauf der Schreck: Linus Gechter passte zu kurz zurück auf Ernst, Suzuki schnappte sich den Ball und netzte zum Führungstreffer ein.

Der Pokalabend war jedoch noch nicht vorbei: Reese traf nach einer Vorlage von Seguin präzise aus der Ferne und hielt Herthas Hoffnungen aufrecht.