Torhüter-Ikone Maier irritiert über Debatten zu Neuer-Rückkehr

Torhüter-Ikone Maier irritiert über Debatten zu Neuer-Rückkehr

Die Torwart-Legende Sepp Maier findet die anhaltenden Debatten über ein mögliches Comeback von Manuel Neuer im deutschen Nationalteam-Tor absolut überflüssig, auch angesichts der jüngsten Verletzung von Marc-André ter Stegen. "Das Thema wird langsam lästig. Kaum passiert etwas, schon wird Manu ins Spiel gebracht. Das unterstreicht sicherlich seinen hohen Status, den er genossen hat und noch genießt, doch es trägt nichts zur Fortentwicklung des aktuellen Kaders bei", äußerte der Weltmeister aus dem Jahr 1974 in einem Interview bei Sport1.

Ein erneutes Engagement des fast 40-jährigen Bayerns Torhüters für den DFB schließt er "vollständig" aus. "Hat der Bundestrainer etwas Derartiges angedeutet? Nein. (...) Hört endlich auf, ständig über eine Rückkehr nachzusinnen!", appellierte Maier.

Stattdessen rät der 81-Jährige, den Blick nach vorn zu richten. "Die Truppe benötigt jetzt Gelassenheit, Unterstützung und klare Linien. Oliver Baumann ist der erste Keeper, und es gibt noch weitere starke Optionen. Manuel Neuer bleibt auf Weltklasse-Niveau, allerdings nicht länger im DFB-Team. Dabei sollte es bleiben."

Die frische Verletzung von ter Stegen nennt Maier "schmerzlich, ohne Zweifel. Aber wir sitzen nicht untätig da. In Deutschland gibt es nach wie vor talentierte Torwarte. Wichtig ist, dass alle nun einheitlich hinter dem neuen Stammkeeper stehen und keine vergangenen Themen wieder aufwärmen. Nur auf diese Weise gelingt der Erfolg."

Persönlich bedauert er für ter Stegen "sehr, da er jahrelang auf diese Position hingearbeitet hat. Nach seinem Transfer zu FC Girona hatte er wieder konstante Einsatzzeiten. (...) Sportlich ist der Ausfall natürlich spürbar, schließlich hat ter Stegen über lange Zeit auf höchstem Niveau agiert. Dennoch darf man nicht so handeln, als ob dadurch alles implodieren würde", so Maier.