Supercopa-Endspiel: Alonso unter Druck - Mbappés Mitwirkung fraglich
Xabi Alonso nähert sich dem Clásico im Finale der spanischen Supercopa gegen den FC Barcelona mit Ruhe, trotz der anhaltenden Kontroversen um seine Position. Der erste Triumph mit Real Madrid würde Freude bereiten, doch ob es eine persönliche Erleichterung wäre? "Nein, keinesfalls", äußerte Alonso vor dem Sonntagsduell (20.00 Uhr bei DAZN) in Dschidda, wo erneut über seine Zukunft entschieden werden könnte.
"Solche Vorhaben erfordern Geduld. Wir machen Fortschritte im Spiel, bei den Gefühlen und im Zusammenhalt der Mannschaft", erklärte Alonso, der die vergangenen fünf Partien mit den Königsblauen siegreich gestaltete und dadurch etwas Luft verschafft hat. Trotzdem kursieren in den spanischen Presseberichten Gerüchte über ein weiteres entscheidendes Duell für Alonso in der Wüste. "Jede Option besteht. Wir planen den Erfolg. Wir sind zuversichtlich", betonte Alonso.
Gerade der große Rivale und Coach Hansi Flick könnte Alonsos Abgang einleiten. "Sie besitzen herausragende, erstklassige Akteure", bemerkte Flick und vermied tiefergehende Aussagen zur Lage des Widersachers: "Ich richte meinen Fokus auf meine eigene Truppe. Es geht um Real Madrid, und es gibt keine stärkere Ansporn."
Flick hat sämtliche seiner ersten vier Clásicos dominiert, einschließlich des klaren 5:2-Siegs im Supercopa-Finale des Vorjahres, das seit 2020 in Saudi-Arabien stattfindet und bei dem zum vierten Mal hintereinander die beiden Giganten im Endspiel kollidieren. Das jüngste Aufeinandertreffen im Oktober meisterte Alonso jedoch (2:1), der frühere Erfolgsleiter aus Leverkusen setzt zudem auf eine mögliche Beteiligung von Kylian Mbappé.
Der französische Offensivstar hatte das Halbfinale gegen Athletic Bilbao (2:1) am Donnerstag aufgrund einer Knieverletzung ausgelassen, flog aber am Freitag nach. "Wir prüfen die Risiken sorgfältig", meinte Alonso. Flick kann wieder mit Lamine Yamal rechnen.