Stale Solbakken im Porträt: Ein unerschütterlicher Kämpfer und Titelsammler

Stale Solbakken im Porträt: Ein unerschütterlicher Kämpfer und Titelsammler

Stale Solbakken (Norwegen)

GEBURTSDATUM: 27. Februar 1968

NATIONALITÄT: Norwegen

IM AMT SEIT: Dezember 2020

TAKTISCHES PROFIL: Kontrollierte Offensive, Ballbesitz, Pressing

GRÖSSTE ERFOLGE ALS TRAINER: 8x dänischer Meister, 4x dänischer Pokalsieger (FC Kopenhagen), WM-Teilnahme 2026 (Norwegen)

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Unerschütterlicher Kämpfer und Titelsammler

Im März 2001 endete die Karriere von Stale Solbakken als Spieler abrupt. Sein Herz blieb sieben Minuten lang stehen, nachdem er auf dem Trainingsplatz plötzlich zusammengebrochen war. Er war klinisch tot und nur das sofortige Eingreifen des damaligen Vereinsarztes, der eine Herzdruckmassage durchführte, verhinderte, dass sein Leben hier endete.

Obwohl der ehemalige Mittelfeldspieler danach nicht mehr daran denken konnte, professionell Fußball zu spielen, blieb er seiner großen Leidenschaft treu. Der unerschütterliche Kämpfer schlug eine Trainerlaufbahn ein, die ihn zwischenzeitlich auch zum 1. FC Köln in die deutsche Bundesliga führte (2011/12). Seine erfolgreichste Zeit verbrachte er jedoch beim FC Kopenhagen.

Auch als norwegischer Nationaltrainer blieb der Erfolg ihm treu. Er führte sein Heimatland zur ersten WM-Teilnahme seit 1998, wobei er als erster Coach das volle Potenzial der Stars Martin Ödegaard, Erling Haaland und Antonio Nusa ausschöpfte. In der Qualifikation dominierte man Italien, weshalb die Skandinavier bei der Endrunde als Geheimfavorit gehandelt werden.

Solbakken, dem als Führungspersönlichkeit der außergewöhnliche Balanceakt gelingt, sowohl Alphatier als auch Menschenversteher zu sein, ist ein Verfechter der Viererkette. Er liebt die Raumverteidigung, wobei ihn die italienische Trainerlegende Arrigo Sacchi entscheidend geprägt hat.

Solbakken gilt als ausgeprägter Tüftler und Taktikkenner, weshalb er bei seiner Vorstellung in Köln auch als „Trainer-Wunderkind" angepriesen wurde. Seine Zeit in der Domstadt endete jedoch unglücklich. Im Gegensatz zu vielen anderen modernen Trainern ist er kein Pressing-Liebhaber. Vielmehr zeichnen sich seine Mannschaften durch hohe Kompaktheit und ein blitzschnelles Umschaltspiel aus.

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