"Stärkere Defensive": Jens Lehmann rechnet Arsenal gute Chancen aus

"Stärkere Defensive": Jens Lehmann rechnet Arsenal gute Chancen aus

"Das Team harmoniert hervorragend", sagte Jens Lehmann in einem Interview mit dem Münchner Merkur. Insbesondere Torhüter David Raya, die Innenverteidiger Gabriel und William Saliba sowie Mittelfeldspieler Declan Rice beeindrucken ihn besonders: "Diese Kombination bildet eine beachtliche Achse".

Der englische Meister ist in dieser Champions-League-Saison in 14 Partien ohne Niederlage geblieben. Bislang kassierte Arsenal lediglich sieben Gegentore.

Kontrastreiches Duell: Spannende Zahlen vor dem Champions-League-Finale

Lehmann vertraut auf Havertz

Für die Offensive baut Lehmann im Endspiel am Samstag (18 Uhr/ZDF, DAZN und Flashscore Audioreportage) in Budapest gegen den Titelverteidiger Paris Saint-Germain hauptsächlich auf den deutschen Nationalspieler Kai Havertz.

"Wenn er in einen Rhythmus findet und topfit ist, ist er ein fantastischer Spieler und von großer Bedeutung", erklärte der 56-Jährige. Havertz sei in der Premier League "am 37. Spieltag gegen Burnley in die Startelf gerückt und erzielte das entscheidende Tor zur Meisterschaft. Das zeigt, dass ihm der Trainer bei wichtigen Toren etwas mehr zutraut als Gyökeres."

Lehmann warnt jedoch auch vor 'der Geschwindigkeit' der gegnerischen Angriffsreihe um Weltfußballer Ousmane Dembélé. PSG sei außerdem "taktisch äußerst anpassungsfähig. Deshalb besiegten sie auch Bayern im Halbfinale. Sie waren einfach etwas klüger".

Vorschau auf das Champions-League-Finale

Meisterschaft mindert den Druck

Dass Arsenal zum ersten Mal seit 2004 (mit Lehmann im Tor) die englische Meisterschaft gewonnen hat, nehme "viel Druck von ihnen, auch für das Champions-League-Finale. Wären sie nicht Meister geworden, hätten sie das Endspiel unbedingt gewinnen müssen", sagte der ehemalige Torhüter.

Für die Gunners ist es das zweite Finale in der Königsklasse nach 2006. Vor 20 Jahren unterlagen sie Barcelona mit 1:2, auch weil Lehmann bereits in der 18. Minute wegen einer Notbremse die Rote Karte erhielt.