St. Pauli unterbricht Heimserie von Hoffenheim
Die beeindruckende Heimserie der TSG Hoffenheim in der Bundesliga ist nach 148 Tagen zu Ende gegangen. Die Mannschaft aus dem Kraichgau unterlag dem engagiert um jeden Ball kämpfenden Abstiegskämpfer FC St. Pauli mit 0:1 (0:1) und vermochte die Rekordmarke von acht aufeinanderfolgenden Heimsiegen nicht zu verlängern. Obwohl es ein Rückschlag war, hält die Truppe von Trainer Christian Ilzer mit 46 Punkten als Tabellendritter den Kurs auf die Champions League.
Die Hoffenheimer suchten vergeblich nach einer Lösung für den Rückstand, der durch das Tor von Mathias Pereira Lage in der 45.+4 Minute entstand. Der letzte Heimniederlage datiert auf den 3. Oktober 2025 gegen Köln mit 0:1. St. Pauli baute auf die wertvollen Punkte aus dem Spiel gegen Bremen in der vorherigen Runde auf und festigte seinen Aufschwung, wodurch das Team nach Monaten wieder aus dem Abstiegsbereich herauskletterte. Nach elf missglückten Auswärtsspielen holte man endlich einen Dreipunktsieg auf fremdem Platz, es war der zweite Erfolg dieser Art in der Saison.
Trainer Ilzer hatte nicht nur aufgrund des Pokalausfalls am Millerntor vor dem Aufsteiger gewarnt. "Das Team hat mehrmals gezeigt, dass es gegen Top Mannschaften mithalten kann", betonte der 48 Jährige. Seine Spieler sollten sich daher nicht zu sehr auf Serien und Rekorde verlassen, sondern wieder "typischen TSG Fußball" präsentieren. Seine konstanten Startelf tat dies umgehend, und vor 27.786 Fans startete Hoffenheim mit einem intensiven Ansturm in den ersten Minuten.
Fisnik Asllani (4.), Grischa Prömel (8.) sowie Andrej Kramaric zweimal (8., 9.) verpassten Chancen zur frühen Führung. Nach dem anfänglichen Druck ebbte der Elan ab, dennoch bot St. Pauli durch grobe Abwehrfehler Einladungen: Robin Hranac (26.) und Prömel (28.) konnten diese jedoch nicht nutzen und stießen jeweils auf Nikola Vasilj. Gegen Schluss der ersten Halbzeit wagten sich die Hamburger vor, schufen einige Optionen.
Zuletzt kam es Sekunden vor der Pause zu einem gelungenen Konter, bei dem Pereira Lage eine präzise Flanke von Manolis Saliakas zum 0:1 verwandelte. Nach der Halbzeitzeit suchten die Hoffenheimer intensiv nach dem Ausgleich, doch die zweitstärkste Offensive der Liga kam zunächst nicht durch. Die TSG baute schöne Kombinationen um das Strafraumfeld auf, doch abgesehen von einem Kopfball von Bazoumana Touré (65.) entstand selten echte Bedrohung.
Erst gegen Ende drängte die Mannschaft von Ilzer stärker, aber Vasilj parierte einen Kopfball von Ozan Kabak mit einer starken Parade an die Latte (80.).