Sportdirektorin Künzer steht zu Wück: Kritik als Signal gedacht

Sportdirektorin Künzer steht zu Wück: Kritik als Signal gedacht

Nach dem 5:1-Erfolg im ersten von zwei DFB-Spielen gegen Österreich in der WM-Quali äußerte Wück scharfe Kritik. Lediglich wenige Spielerinnen hätten ihre Höchstleistung gezeigt, erklärte der Bundestrainer trotz des Triumphes. Im zweiten Duell in Ried, das 0:0 endete, unterstrich Wück, dass er nach dem Heimsieg in Nürnberg nicht zu hart zugegriffen habe: Im Team intern bin ich deutlich strenger als öffentlich.

Künzer äußerte Verständnis dafür. Es mag ungewohnt wirken, nach einem 5:1-Sieg so offene Kritik zu üben, doch Christian wollte damit ein klares Signal setzen, meinte die Weltmeisterin aus dem Jahr 2003. Das enttäuschende Remis im Rückspiel zeige, dass die DFB-Frauen in jedem Match mental und spielerisch ans Limit streben müssen, bei jeder Aktion aufmerksam und genau agieren sollten.

Trotz des Misserfolgs schaut Künzer positiv in den Abschluss der Qualifikation, wo das DFB-Team mit einem Punkt Vorsprung vor Norwegen (9 Punkte) an der Spitze steht. Sie bemühe sich, die Ereignisse immer nüchtern zu bewerten, ob nach starken Auftritten oder wenn es hakt, sagte die 46-Jährige: In der WM-Quali liegt alles noch in unserer Hand.