Spannung bis zum Schluss: Borussia Dortmund scheitert in den Playoffs
Borussia Dortmund hat eine bittere Niederlage hinnehmen müssen und ist in der Champions League schon in den Playoffs ausgeschieden. Der schwach aufspielende BVB unterlag im Rückmatch gegen Atalanta Bergamo mit 1:4 (0:2) und verspielte damit das 2:0 aus dem Hinspiel. Diese enttäuschende Vorstellung sorgt bei den Dortmundern für erhebliche Bedenken vor dem Bundesliga Topspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Bayern München.
In der Champions League hätte der deutsche Meister ebenfalls ein potenzieller Gegner im Achtelfinale sein können. Die Auslosung findet am Freitag (12 Uhr) in Nyon statt, doch nun trifft Bergamo auf die Münchner oder Arsenal. Für Dortmund zeichnet sich eine weitere Saison ohne Titel ab, in der Liga liegt der Rückstand zu Bayern bei acht Punkten. Im Pokal endete es ebenfalls früh, und nun kam die große Ernüchterung in Italien hinzu.
Gianluca Scamacca (5.), Davide Zappacosta (45.) und Mario Pasalic (57.) führten Atalanta zu einem verdienten Sieg. Der eingewechselte Karim Adeyemi (75.) milderte das Ergebnis, bei diesem Ausgang wäre eine Verlängerung fällig gewesen, aber Lazar Samardzic verwandelte einen Foulelfmeter noch in der regulären Zeit. Ramy Bensebaini erhielt für das Foul an Nikola Krstovic die Gelb-Rote Karte, und Nico Schlotterbeck sah auf der Bank eine klare Rote (90.+8).
Trainer Niko Kovac hatte sein Team eindringlich vor dem Match gewarnt. Die Qualifikation sei keineswegs sicher, und der klare Erfolg im Hinspiel könne ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen.
Vom frühen Treffer durch Scamacca erholte sich der BVB nicht mehr. Atalanta nutzte die Gelegenheit, unterstützt von den enthusiastischen Fans in dem kompakten Stadion, und warf sich mit Leidenschaft in die Duelle, um das Spiel zu beherrschen. Dortmund musste mit weniger Fanunterstützung klarkommen, da die organisierten Anhänger aufgrund strenger Sicherheitsmaßnahmen und polizeilicher Vorkehrungen die Reise nach Norditalien ausließen.
Kapitän Emre Can war wieder einsatzbereit und startete in der Elf. Schlotterbeck, der die letzten zwei Partien verletzungsbedingt aussetzte, blieb zunächst auf der Ersatzbank. Trotz der Rückkehr der Schlüsselspieler war der BVB der intensiven Press von Atalanta nicht gewachsen. Bensebaini erhielt früh eine Gelbe Karte und musste in den Zweikämpfen vorsichtiger agieren, Can wirkte träge und ließ sich mehrmals austricksen.
Gregor Kobel (24.) rettete mit einem tollen Reflex gegen Nicola Zalewski den zweiten Treffer. Dortmunds erste Torgelegenheit kam erst in der 27. Minute, doch Serhou Guirassys Kopfball ging weit vorbei. Atalanta blieb die überlegene und gefährlichere Mannschaft. Kurz vor der Pause machte Zappacosta das 2:0 perfekt, sein Schuss prallte unglücklich an Bensebaini ab.
In der zweiten Halbzeit verpasste Maximilian Beier (53.) die Chance zum Rücklegen, dann köpfte Pasalic aus freiem Raum ein. Bensebaini hatte sich bei der Vorlage vertan.
Kovac holte Fábio Silva, Carney Chukwuemeka und kurz darauf Adeyemi, um mehr Druck nach vorn zu erzeugen. Adeyemi traf beeindruckend. Als eine Verlängerung nahte, foulte Bensebaini Krstovic ins Gesicht.