Spätes Giroud-Tor: Freiburg direkt im Achtelfinale trotz 0-1-Hinzuschelager
Die Siegesserie bricht im Schlussmatch ab, trotzdem sicherte sich der SC Freiburg in der Europa League direkt den Einzug ins Achtelfinale. Die Breisgauer verloren am Donnerstagabend gegen den französischen Bundesligisten OSC Lille mit 0:1 (0:0) durch ein Tor in der Nachspielzeit, profitierten jedoch von den Auswärtsresultaten der Mitkonkurrenten und landeten in der Ligaphase unter den stärksten acht Mannschaften. Im Duell mit Lille kassierte der Sport-Club erstmals eine Pleite in diesem Turnier.
Der erfahrene Stürmer Olivier Giroud verschaffte Lille mit seinem Elfmeter (90.+2) aus einem Foul von Cyriaque Irié kurz vor Schluss den Sprung in die Play-offs. Bereits vor dem Spiel war ein Absturz des Teams unter Trainer Julian Schuster in die Play-off-Positionen nur hypothetisch denkbar gewesen, jetzt umgeht der Sport-Club dank der Niederlage die Zwischanrunde. Die Achtelfinals starten Mitte März, dabei muss Freiburg vorerst auf Maximilian Eggestein verzichten, der durch grobes Foul eine Rote Karte erhielt (74.).
Wir reisen nach Frankreich, um mindestens einen Punkt zu holen und unter die Top acht zu rutschen, so der Mittelfeldspieler Jan-Niklas Beste vorab. Das Spiel begann ausgeglichen. Lille drängte früh, Freiburg fokussierte auf den Schutz der eigenen Abwehr. Gefährliche Momente vor den Toren fehlten in der Einleitung fast vollständig.
In der Hälfte der ersten Halbzeit drängten die Franzosen stärker auf das Führungstor, doch der Schuss aus etwa 20 Metern von Hakon Haraldsson (23.) blieb der einzig halbwegs bedrohliche Versuch. Für die Breisgauer kam selten etwas nach vorn, die etwa 22.000 Fans im Stade Pierre Mauroy sahen ein fußballerisch dürftiges Spektakel.
Nach der Pause wagte Freiburg öfter Offensivaktionen, eine gefährliche Chance für Junior Adamu bremste Nathan Ngoy im letzten Augenblick (51.). Bald darauf schoss Adamu aus freiem Raum viel zu hoch übers Tor (56.). Plötzlich stürmte Matias Fernandez-Pardo allein auf das Freiburg-Tor zu, scheiterte jedoch kläglich am Keeper Noah Atubolu. In der Schlussphase musste Freiburg dezimiert weitermachen, da Eggestein Fernandez-Pardo auf den Knöchel trat und rot sah.