Skandal um Einbürgerung in Malaysia: Vorstand des Fußballverbands tritt zurück

Skandal um Einbürgerung in Malaysia: Vorstand des Fußballverbands tritt zurück

Aufgrund des Einbürgerungsskandals hat der gesamte Vorstand des malaysischen Fußballverbands seinen Rücktritt angekündigt. Dadurch ergeben sich aus der Debatte über manipulierte Papiere, die es ausländisch geborenen Spielern erlaubten, in den Vorrunden zur Asienmeisterschaft anzutreten, weitere Auswirkungen.

Diese Schritte sollen "den Ruf und die organisatorischen Anliegen" des Verbands "sichern und die Gefahr zusätzlicher schädlicher Konsequenzen abmildern, die den malaysischen Fußball als Ganzes belasten könnten", erläuterte der vorläufige Präsident Yusoff Mahadi am Mittwoch.

Im September sperrte die FIFA sieben ausländisch geborene Spieler für ein Jahr und erlegte dem malaysischen Fußballverband (FAM) eine Buße von 400.000 US-Dollar auf, weil er falsche Unterlagen eingereicht hatte. Diese Papiere wiesen darauf hin, dass die Athleten malaysische Vorfahren besaßen. Der Weltverband leitete im Juni eine Untersuchung ein, nachdem Tipps nach dem 4:0-Sieg Malaysias gegen Vietnam eingegangen waren. Die FAM hat gegen die FIFA-Sanktionen Widerspruch beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) eingelegt, und der Fall ist dort noch offen.

Die frischen Rücktritte bieten der FIFA und dem asiatischen Verband (AFC) nun "den erforderlichen Spielraum, um Führungs-, Verwaltungs- und Verfahrensfragen in der FAM unabhängig zu analysieren, zu prüfen und falls nötig zu regeln", betonte Yusoff.