Sieg ueber Ex-Trainer Baumgart: HSV besiegt Union

Sieg ueber Ex-Trainer Baumgart: HSV besiegt Union

Wichtiger Triumph gegen den ehemaligen Trainer: Der Hamburger SV hat die Wiederbegegnung mit Steffen Baumgart fuer einen entscheidenden Fortschritt hin zum Verbleib in der Liga genutzt. Die Rothosen feierten in ihrem 1887. Bundesliga Duell, einer Zahl die dem Gruendungsjahr des Vereins entspricht, einen 3:2 (2:1) Sieg gegen Union Berlin und stehen mit 25 Punkten fest im Rennen um den Klassenerhalt.

Leopold Querfeld fuehrte Union nach einem umstrittenen Foulelfmeter in Fuhrung (28.). Die schnelle Reaktion von HSV folgte: Robert Glatzel passte ueberlegt zu Ransford Koenigsdorffer, der den flotten Vorwaertsspieler mit einem sauberen Rechtsschuss zum 1:1 abschloss (35.). Kurz vor der Pause erzielte Nicolas Capaldo das 2:1 fuer den starken Heimkaempfer HSV (45.+2), der im Volksparkstadion seinen fuenften Saisonerfolg holte. Koenigsdorffer erhoehte mit seinem zweiten Tor auf 3:1 (82.), Union kam durch Andrej Ilic noch mal auf 3:2 (89.).

Außerdem ueberholten die von Merlin Polzin, dem frueheren Co Trainer von Baumgart, trainierten Heimspieler Union in der Tabelle. Die Berliner muessen dagegen weiter auf ihren ersten Sieg in diesem Jahr warten.

Der HSV hatte dem Spiel eine besondere Bedeutung beigemessen. Bislang haben nur sechs Teams in der Bundesliga so viele Spiele wie ihr Gruendungsjahr erreicht, unter ihnen Bayern Muenchen und Borussia Dortmund. Dass Baumgart, der in der Aufstiegssaison an der Elbe durch Polzin abgeloest wurde, erstmals ins Volksparkstadion zurueckkehrte, verlieh dem Duell extra Spannung.

Polzin und Baumgart umarmten sich herzlich vor dem Abpfiff, dann begann nach einer imposanten Choreo der Ernst des Spiels. HSV startete selbstbewusst und kraftvoll, Bakery Jatta war gut platziert, verarbeitet den Ball jedoch zu langsam (3.).

Danach schaffte Union es besser, organisiert den Hausherren ihr aggressives Zweikampfspiel aufzuzwingen und einfach ins Strafraum des HSV vorzudringen. Daraus ergaben sich zwei Elfmeterthemen: Zuerst stiessen Berlins Stürmer Ilic und Verteidiger Jordan Torunarigha mit den Köpfen zusammen, ohne Folgen (19.). Bald danach traf Capaldo Ilic mit ausgestrecktem Bein, Schiedsrichter Florian Badstuebner pfiff Elfmeter.

Danach gewann das Spiel an Tempo. HSV hatte nach dem Ausgleich Glueck, dass Ilic nach einem Ballverlust von Daniel Heuer Fernandes das leere Tor verfehlte, und uebernahm dann die Fuehrung.

In der zweiten Halbzeit bemuehte sich Union um den Ausgleich. Der Einwechsler Tim Skarke scheute aus schraegem Winkel (64.). Sieben Minuten spaeter knallte ein Freistoß von Derrick Koehn an die Latte. Koenigsdorffer schien den HSV zu retten, Ilic sorgte fuer Spannung bis zum Schluss.