Sepp Maier sieht in Jonas Urbig den idealen Nachfolger für Manuel Neuer

Sepp Maier sieht in Jonas Urbig den idealen Nachfolger für Manuel Neuer

Die Torwart-Ikone Sepp Maier ist überzeugt, dass das junge Talent Jonas Urbig bei der FC Bayern die Rolle von Manuel Neuer übernehmen kann. "Man muss ihm die Gelegenheit bieten und ihm Zeit zugestehen. Urbig besitzt alle notwendigen Qualitäten, um in die Fußstapfen von Manuel Neuer zu treten", erklärte der 82-Jährige in einem Gespräch mit dem Donaukurier.

Der 22-jährige Urbig sollte jedoch "sich im Klaren darüber sein", betonte Maier fort, "dass Neuers Schatten riesig ist. Beim FC Bayern reicht es nicht aus, wenn du nur sieben oder acht starke Partien ablieferst. Du musst über die gesamte Saison konstant top sein. Und falls Urbig einmal Rückschläge erleidet, könnte der Verein durchaus erneut einen teuren Torhüter für 100 Millionen Euro holen. Das würde ich dem FC Bayern zutrauen."

Es bleibt abzuwarten, ob Neuer seine erfolgreiche Laufbahn über den Sommer hinaus bei den Bayern-Meistern fortsetzt. Auf die Frage, ob er dem 39-Jährigen noch eine oder zwei weitere Jahre zutraue, antwortete Maier: "Ich denke nicht, dass er das durchzieht. Er hat ja gesundheitlich einiges zu kämpfen. Mit zunehmendem Alter und den harten Trainingseinheiten erholt man sich nicht mehr so rasch. Manuel ist klug genug, um den passenden Zeitpunkt zum Ausstieg zu finden."

Für das DFB-Team sieht der 1974er-Weltmeister in Oliver Baumann vom TSG Hoffenheim einen soliden Kandidaten für die Position des Stamm-Torwarts bei der Weltmeisterschaft. "In der Nationalmannschaft hat er stets überzeugend agiert, und auch bei Hoffenheim läuft es gut, sonst stünden sie nicht auf dem dritten Platz. Entscheidend ist, dass der Bundestrainer klar eine Nummer eins benennt. Nicht wie bei Klinsmann, der kurz vor der WM den Keeper wechselte. Aber Nagelsmann wird das anders handhaben. Er fällt in den kommenden Wochen eine Entscheidung", so Maier.

Zu den Aussichten der Auswahl von Julian Nagelsmann bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada äußerte sich der Ex-Weltklasse-Torhüter vorsichtig: "Jedes Mal, wenn ich optimistisch bin und sage, sie gehen weit, scheitern sie. Deshalb behaupte ich jetzt, sie landen nicht unter den letzten Vier, sondern maximal unter den letzten Acht. Vielleicht erreichen sie sogar das Finale. Ich erwarte nichts Großes, diese Elf kann mich nur positiv überraschen, und genau das wünsche ich mir."