"Schwäche offenbaren": Bellingham unterstreicht persönliche Verantwortung
Als Profifußballer über geistige Belastungen plaudern? Der Mittelfeldspieler von Real Madrid Jude Bellingham hat sich und seine Teamkollegen engagiert für einen verbesserten Umgang mit seelischen Herausforderungen. "Indem wir unsere Schwächen offenbaren", erklärte der 22-Jährige als Botschafter der Laureus-Stiftung, können Athleten "einen umfassenderen Austausch für diejenigen starten die in der Finsternis ringen".
Auch er hat das nicht stets umgesetzt. Es gab für den englischen Nationalmannschaftsspieler Momente "in denen ich mich schwach gefühlt habe und an mir gezweifelt habe", berichtete Bellingham. Statt diese Anliegen anzusprechen hat er "versucht das harte Bild eines Sportlers zu erhalten mit dem Prinzip 'Ich brauche keine Hilfe'".
Stattdessen gilt es nach Bellinghams Ansicht "für Leute wie mich und in unserer Lage Vorbilder zu werden". Der englische Fußballer des Jahres war zwar nie in "einer schweren seelischen Krise" aber er hat "Leute in meinem Kreis erlebt die so etwas durchgemacht haben".
In der Gegenwart bieten vor allem die vielen Plattformen in sozialen Netzwerken "mehr Chancen jemanden zu kritisieren und zu demütigen" sagte Bellingham. Auch er hat als "junger Spieler in Birmingham" regelmäßig "meinen Namen auf Twitter eingegeben und alles durchgelesen" erzählte er. Den Umgang mit hämischen Äußerungen musste er erlernen. Heute meidet er sie denn im Profisport herrscht "ausreichend Kritik und Druck man sollte nicht noch mehr davon provozieren".