Schulranzen und Trauerschleifen: Irans Fussballspieler ehren Opfer von Grundschulangriff

Schulranzen und Trauerschleifen: Irans Fussballspieler ehren Opfer von Grundschulangriff

Iran hat die USA und Israel beschuldigt, die Grundschule in Minab am ersten Tag des Krieges am 28 Februar mit Raketen beschossen zu haben. Dabei sollen 150 Menschen ums Leben gekommen sein, darunter zahlreiche Schulerinnen. Die Zahlen zu den Opfern aus iranischer Sicht konnten nicht eigenstandig verifiziert werden. Nach Berichten der New York Times scheint ein Fehler der US Streitkräfte den Raketenangriff verursacht zu haben.

Zum Match Center: Iran gegen Nigeria

Iran tritt am Dienstag in der Türkei in einem weiteren Testspiel gegen Costa Rica an. Laut Medienberichten wurde das Team beim Training vor dem Spiel gegen Ghana isoliert, Gespräche mit Spielern oder dem Trainer waren nicht möglich. Der Konflikt im Nahen Osten weckt erhebliche Unsicherheiten bezüglich der iranischen Beteiligung am WM Turnier in den USA, Mexiko und Kanada vom 11 Juni bis 19 Juli.

Spiele der WM in Mexiko?

In dieser Woche hat Iran seinen Nationalteams und Sportvereinen vorläufig das Reisen in als feindlich eingestufte Länder untersagt. Verbandschef Mehdi Taj sagte aus, dass man mit der FIFA darüber verhandelt, die iranischen Partien in Mexiko auszutragen. Der Weltfussballverband will jedoch nach eigenen Aussagen am WM Plan festhalten und keine Verschiebungen vornehmen.

US Präsident Donald Trump hat kürzlich gemischte Botschaften gesendet. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, die Iraner seien herzlich willkommen, andererseits halte er es nicht für passend, dass sie dort sind, unter Berücksichtigung ihres eigenen Lebens und ihrer Sicherheit.

Iran soll im Sommer beim Turnier in der Gruppenphase in Los Angeles gegen Neuseeland und Belgien spielen, gefolgt von einem Duell in Seattle gegen Ägypten. Das Trainingslager der Mannschaft ist in Tucson in Arizona reserviert. Kürzlich sorgte die iranische Frauen Nationalmannschaft international für Aufsehen. Beim ersten Gruppenspiel der Asienmeisterschaft in Australien verzichtete das Team Anfang März gegen Südkorea auf das 0:3 das Singen der Nationalhymne und erntete dafür in der Heimat Kritik.