Schnitzel-Fan Kane: "Es ist lecker"
Harry Kane hat sein kleines Versehen humorvoll genommen, obwohl die folgende Lieferung seines neuen Favoritengerichts aufgrund des unerwarteten Fehlschusses etwas geringer ausfallen wird. "Vielen Dank dafür", erwiderte der Torjäger des FC Bayern mit einem Lächeln auf die Frage, wie es möglich war, den Handball-Elfmeter zum potenziellen 3:0 beim Stand von 2:0 (0:0) in der Champions League gegen Union Saint-Gilloise zu verfehlen.
"Natürlich ist es enttäuschend, wenn man einen verpasst", räumte Kane ein, "doch es macht mir keine Sorgen. Ich lerne daraus, es ist Teil des Spiels, genau deswegen trainiere ich ja." Sein Schuss in der 81. Minute war seiner Meinung nach "der nahezu ideale Elfmeter", "aber ich habe den Ball ein bisschen zu hoch angehoben", weshalb er an die Latte prallte, anstatt ins Netz zu gehen.
Dass Kane seinen 100. Elfmetertreffer im 112. Versuch verfehlt hat, konnte er jedoch problemlos verkraften. Durch einen Kopfball (52.) und einen von ihm selbst erzwungenen Foulelfmeter (55.) hatte er die Bayern fast allein ins Achtelfinale geführt. Sein Fehler hatte jedoch auch weitere Konsequenzen jenseits des Spielergebnisses.
Kane bestätigte Berichte aus den Medien, dass er von einer Gaststätte nahe seinem Wohnort Baierbrunn im Landkreis München pro Tor ein Schnitzel geliefert bekommt, beim nächsten Mal also eines weniger als bei einem Treffer. "Es ist lecker", kommentierte er die besondere Belohnung mit seinem "deutschen oder bayerischen Lieblingsgericht, obwohl einige behaupten, es sei österreichisch."
Und wer verzehrt all die Schnitzel? "Ich, meine Familie oder die Personen, die bei uns zu Hause sind", erklärte Kane. "Das ist eine tolle Sache. Mir scheint, sie hilft dabei, die Menschen in der Umgebung besser kennenzulernen." Der Wirt, so ergänzte er lachend, habe wohl "nicht damit gerechnet, dass ich so viele Tore erziele". Selbst wenn ab und zu ein Fehlschlag dazwischenkommt.