Schnelle Traumtreffer: Mainz 05 öffnet Pforte zum Halbfinale

Schnelle Traumtreffer: Mainz 05 öffnet Pforte zum Halbfinale

Kaishu Sano (11.) und Stefan Posch (19.) lieferten mit ihren beeindruckenden Toren den nächsten unvergesslichen Abend im Europapokal für die Mainzer. Bisher war es den Nullfünfern in einem europäischen Bewerb noch nie gelungen, unter die besten acht zu kommen. In der Bundesliga hat das Team kürzlich die schwerwiegendsten Abstiegsängste abgeschüttelt, mittlerweile bleibt Mainz in neun Pflichtspielen hintereinander siegreich oder remisst.

Zum Match-Center: 1. FSV Mainz 05 vs. Racing Straßburg

Im Halbfinale würde der FSV vermutlich auf Rayo Vallecano stoßen, die Spanier besiegten AEK Athen ebenso überlegen mit 3:0 (2:0).

"Für das, was wir in der ersten Hälfte beider Partien leisten konnten, war es ideal", meinte Sportdirektor Niko Bungert bei RTL: "Doch wir sind bewusst, dass noch viel Arbeit vor uns liegt. Es hätten noch einige Tore mehr fallen können, aber wir freuen uns über den Zwei-Tore-Vorsprung ins Rückspiel."

Auch Danny da Costa sieht das Weiterkommen trotz der starken Vorstellung noch nicht als garantiert an: "Es wartet noch das Rückspiel, dort müssen wir das untermauern."

Überlegungen zum Finale in Leipzig sind nun erlaubt. "Ich hoffe, sie träumen davon, das ist normal", hatte Trainer Urs Fischer vor dem Spiel bei RTL gegenüber seinen Spielern bemerkt. Vor allem gehe es darum, "dass man eine starke Leistung zeigt", unterstrich der Schweizer. Jae-sung Lee konnte nicht mitwirken, da er kurzfristig mit einer Zehenverletzung pausierte, stattdessen startete Sota Kawasaki.

Sano ins Eck, Posch mit Wucht

Fischers Team ließ sich von der vermeintlichen Schwächung nicht irritieren und startete vor einem jubelnden Publikum in festlicher Atmosphäre ideal: Sano dribbelte von links nach innen und schoss, der Ball prallte am Innenpfosten ab und landete im rechten Eck.

Die Gäste versuchten mit 32.000 Zuschauern in der vollen Arena zu kontern, stießen jedoch gegen eine solide Mainzer Abwehr auf Widerstand und kassierten dann das nächste Highlighttor: Posch volleyschoss nach einer Ecke und überforderte Torhüter Mike Penders. Straßburg zeigte durchaus offensive Impulse, doch Mainz blieb standhaft und vergebte Chancen durch Paul Nebel (34.) sowie Phillip Tietz (36.).

Zum Start der zweiten Halbzeit ergab sich erst einmal ein vergleichbares Szenario. Mainz führte und erzeugte weitere Optionen durch Tietz (49., 53.). Enciso von den Gästen scheiterte beim Ausgleich (57.). Der Druck der Heimmannschaft ließ nun leicht nach, aber Mainz agierte weiter konzentriert, obwohl Straßburg am Ende zu einigen Abschlüssen kam.