Schnäppchentransfer? Das steckt hinter dem Bayern Interesse an Marcus Rashford
Marcus Rashford kehrte vorerst zu Manchester United zurück, nachdem er in der Saison 2025/26 auf Leihbasis beim FC Barcelona mit 14 Toren und 14 Vorlagen überzeugt hatte. Barcelona besaß eine Kaufoption von etwa 30,5 Millionen Euro, ließ diese aber ungenutzt. Stattdessen investierten die Katalanen über 80 Millionen Euro in Anthony Gordon, Rashfords Teamkollegen aus der Nationalmannschaft, von Newcastle United.
Da die Option für Rashford bis zum 15. Juni wohl nicht gezogen wird, sucht Manchester United dringend nach einer Lösung und sieht diese offenbar in München.
United möchte Rashford am liebsten bis zum 30. Juni verkaufen, um finanzielle Sicherheit für die kommende Saison zu haben und das hohe Gehalt einzusparen. Um den Deal zu beschleunigen, zeigen die Roten Teufel große Verhandlungsbereitschaft und wollen Bayern "jede mögliche Unterstützung" bieten.
Ursprünglich forderte United rund 40 Millionen Euro Ablöse, doch laut spanischen Medien wären sie nun bereit, sich mit 30 Millionen Euro zufriedenzugeben, dem Betrag, den auch Barcelona hätte zahlen müssen. Für einen Spieler von Rashfords Erfahrung und Klasse wäre das ein absoluter Schnäppchenpreis. Bayern hat sein Interesse bereits in Manchester hinterlegt.
Mega Gehalt als Hindernis
Trotz des günstigen Transferpreises zögern die Bayern Verantwortlichen. Der Grund: Rashfords Gehalt von jährlich rund 18 bis 20 Millionen Euro. An der Säbener Straße ist man wenig begeistert, diese Summe zu übernehmen.
In Münchens Planungen ist Rashford nicht als Stammspieler gesetzt. Auf der linken Außenbahn wird voraussichtlich Luis Diaz gesetzt sein. Ein so hohes Gehalt für einen Rotationsspieler sprengt das Gehaltsgefüge. Laut MARCA wäre Rashford für einen Verbleib in Barcelona zu Gehaltsverzicht bereit, ob er das auch für Bayern tun würde, ist unklar.
Sollten Rashfords Forderungen unbezahlbar bleiben, sucht Bayern nach Alternativen. Auf der Liste stehen das 17 Jahre alte Juwel Rio Ngumoha von Liverpool und Gabriel Martinelli vom FC Arsenal. Letzterer könnte bei Arsenal im Sommer Geld einbringen, da die Gunners selbst einen neuen Linksaußen suchen.
Das Pendel könnte zugunsten von Rashford ausschlagen, wenn Real Madrid ernst macht. Die Königlichen planen ein 150 Millionen Euro Angebot für Michael Olise. Bei einem Abgang des Franzosen bräuchte Bayern dringend hochkarätigen Ersatz.
Rashfords Herz schlägt nur für Barcelona
Das größte Hindernis für Bayern liegt tiefer: Rashford selbst will nicht nach Deutschland. Seine Priorität ist ein Verbleib bei Barcelona unter Hansi Flick. Beim Treffen der englischen Nationalmannschaft in den USA schwärmte er gegenüber Anthony Gordon von der Stadt und dem Teamgeist in Katalonien.
Rashford will alle Optionen ausschöpfen, um bei Barça zu bleiben, sei es durch eine weitere Leihe oder einen festen Transfer mit Gehaltsverzicht. Solange die Tür in Spanien nicht zu ist, will er von anderen Vereinen nichts wissen. Kontakte zu Bayern werden aus Rashfords Umfeld dementiert.
Für Bayern bleibt Rashford eine gute Marktgelegenheit, die man beobachtet. Der Fokus liegt derzeit auf den Abschlüssen der Transfers von Ismael Saibari und Nathaniel Brown sowie auf Einnahmen durch Spielerverkäufe. Erst wenn Barcelona sich endgültig gegen Rashford entscheidet und er sich die Bundesliga vorstellen kann, könnte die Personalie heiß werden.