Sala-Fall: Cardiffs Forderung auf Schadensersatz von über 100 Millionen Euro zurückgewiesen

Sala-Fall: Cardiffs Forderung auf Schadensersatz von über 100 Millionen Euro zurückgewiesen

Anstatt Cardiff Recht zu geben, wurde der Verein verpflichtet, Nantes 300.000 Euro als Entschädigung zu überweisen. Im Januar 2019 stürzte ein Flugzeug mit Sala an Bord, nur zwei Tage nach der Vertragsunterschrift bei Cardiff, in den Ärmelkanal ab, wobei auch der Pilot starb. Seit jener Zeit streiten die Clubs um die finanziellen Konsequenzen.

Die Rechtsvertreter von FC Nantes äußerten sich "extrem zufrieden" mit dem Urteil: "Der FC Nantes hat mit dem Vorfall nichts zu tun, und wir freuen uns, dass das Gericht unsere Position geprüft und eindeutig anerkannt hat", erklärte Anwalt Jérôme Marsaudon.

War der Transfer von Sala zum Unglückszeitpunkt schon abgeschlossen?

Céline Jones, die Anwältin von Cardiff City, erklärte, ihre Mandanten müssten "mit Bedauern konstatieren, dass Werte wie Transparenz, Redlichkeit und Sicherheit im Profifußball in diesem Urteil nicht berücksichtigt wurden".

Ein zentraler Konfliktpunkt im Prozess war, ob der Transfer von Sala bereits zum Zeitpunkt seines Ablebens vollzogen war. Cardiff hatte dies bestritten. 2022 urteilte der Internationale Sportgerichtshof CAS, dass der Wechsel definitiv erledigt gewesen sei.

Im Folgejahr wies der Weltfußballverband FIFA Cardiff an, Nantes den ausstehenden Betrag der Ablöse für Sala zu begleichen, der zu jenem Zeitpunkt bei etwas über 11 Millionen Euro aus einer Gesamtsumme von 17 Millionen Euro lag.