Sabotage am VAR von Anhängern Herthas spätsieg in Münster

Sabotage am VAR von Anhängern Herthas spätsieg in Münster

Der Zweitliga Verein Hertha BSC hat seine kleine Möglichkeit für einen unerwarteten Aufstieg bewahrt. Gegen den Abstiegskämpfer Preußen Münster gewann das Team unter Coach Stefan Leitl am Sonntag mit einem späten Treffer 2:1 (1:0). Neun Runden vor dem Saisonabschluss fehlen acht Zähler zu den Aufstiegsplätzen. Besonders auffällig war eine Störung am VAR durch Fans aus Münster.

Marten Winkler schoss das Berliner Siegtor (90.+3). Davor hatte Jannis Heuer von Münster (46.) den Vorsprung durch einen Elfmeter von Fabian Reese (45.+4) ausgeglichen. Nach dem Erfolg gegen Eintracht Braunschweig letzte Woche (2:1) bleibt Preußen Münster durch die Pleite tief im Abstiegskampf.

Im Stadion der Preußen ereignete sich eine Merkwürdigkeit: Wie die DFB Schiri GmbH gegenüber der SID den Bericht der Bild Zeitung bestätigte, zog ein Zuschauer den Stecker vom VAR Bildschirm.

Als Schiedsrichter Felix Bickel zur Linie gerufen wurde, sah er nur einen leeren Schirm. Offenbar sprang ein maskierter Fan über den Zaun und riss ein Kabel heraus. "Dem VAR den Saft abdrehen" prangte zugleich auf einem Banner in der Kurve der Preußen.

Gleich vor der Halbzeitпаузе foulte Münsters Niko Koulis den Hertha Spieler Michael Cuisance im Strafraum. Bickel spielte weiter und wurde kurz darauf von der Video Assistentin Katrin Rafalski aufgefordert, die Situation zu prüfen. Der Schiri starrte verwirrt auf den Schirm und erklärte dann über das Mikrofon im Stadion, unter Berufung auf das Kölner Studio: "Kollegin Katrin Rafalski hat erkannt, dass der Münster Nummer 24 Cuisance eindeutig am Schienbein erwischt. Daher meine endgültige Entscheidung: Elfmeter." Reese nutzte die Chance.

In solch einer Situation entscheidet der Schiedsrichter basierend auf den VAR Angaben. Eine Überprüfung vor Ort ist nicht zwingend vorgeschrieben.