Room mit 15 Paraden: Curacao erkämpft Remis gegen Ecuador – DFB-Elf Gruppensieger
Curacao kann bei seiner historischen ersten WM im Spiel gegen die Elfenbeinküste sogar noch auf den zweiten Platz springen. Ecuador hatte in der WM-Qualifikation vor allem defensiv überzeugt, im zweiten WM-Spiel tat sich das Team von Nationaltrainer Sebastián Beccacece offensiv aber erneut schwer.
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Ecuador begann stürmisch und kam dem ersten Turniertor sofort nah. Kapitän Enner Valencia lief nach einem starken Zuspiel aus der eigenen Hälfte allein auf Room zu, scheiterte aber am starken Reflex des routinierten Schlussmanns. Der Außenseiter versteckte sich seinerseits nicht, stieß in der munteren Anfangsphase immer wieder mit Tempo ins letzte Drittel, agierte im Abschluss aber zu ungenau.
Die offensive Ausrichtung Curacaos bot "La Tri" Räume, zudem zwangen die Südamerikaner den Gegner mit frühem Pressing zu Fehlern – und kamen so zu Chancen. Pedro Vite (14.) scheiterte aus spitzem Winkel, Valencia zielte nach einer Hereingabe des Ex-Leverkuseners Piero Hincapié (20.) zu zentral. Auch der wuchtige Abschluss von Gonzalo Plata (28.) war für Room kein Problem.
Curacao zog sich vor der Halbzeit mit zwei dichten Defensivreihen etwas zurück. Ecuador fehlten die Ideen. Der Schuss des gebürtigen Hamburgers John Yeboah (42.) war zu unplatziert.
Curacao beinahe sogar mit dem Dreier
Auch nach dem Seitenwechsel machte Ecuador aus der größeren individuellen Klasse zu wenig. Spielerisch fand der Favorit selten ein Durchkommen, häufige Distanzschüsse waren Ausdruck zunehmender Ratlosigkeit. Gefahr entstand nach Standards, Plata (59.) scheiterte per Kopf am starken Room. Curacao setzte auf Konter und näherte sich einer Sensation, bei einer Dreifachchance (60.) kam Ecuadors Torhüter Hernán Galíndez in höchste Bedrängnis.
Die größeren Chancen hatte in der Summe dennoch Ecuador. Curacao-Schlussmann Room wuchs dabei über sich hinaus, auch in der Schlussphase parierte er ein ums andere Mal. Ecuadors Angelo Preciado traf dazu die Latte (90.). Am Ende stand er bei 15 Paraden – eine weniger als der WM-Rekord von 16. Den stellte Tim Howard im Spieler seiner USA gegen Belgien 2014 auf.