Ricken: BVB muss keine Spieler verkaufen
Obwohl Borussia Dortmund früh aus der Champions League flog und dadurch Einnahmen einbüßte, braucht der Verein keine Spieler abzugeben. Es sei extrem ärgerlich und schmerzlich, dass der BVB in dieser Saison das Ziel verdorben hat, erklärte Sportdirektor Lars Ricken in einem Gespräch mit der Funke Mediengruppe. Trotzdem habe man in den letzten Jahren so solide und verantwortungsbewusst gehandelt, dass die finanzielle Lage des Clubs stabil bleibt. Das Budget ändere sich kaum.
Anstatt zu verkaufen, strebt der BVB eine Weiterentwicklung an und plant Investitionen auf dem Transfermarkt. Es gilt als Priorität, einen potenten Flügelstürmer zu holen, der im Duell stark ist. Zudem möchte Dortmund erneut zeigen, dass es junge Talente zu Topspielern formen kann.
Zusätzlich sei ein stabiler Kern in der Mannschaft essenziell, um diese Talente wachsen zu lassen. Ricken forderte Spieler, die führen, in Bestform sind und ihr Maximum immer abrufen. Der Klub wolle und müsse sich steigern, und Trainer Niko Kovac gehe diesen Pfad mit. Man müsse an den richtigen Stellen ansetzen, um auch mal Bayern zu besiegen.
Nach der 2:3 Niederlage gegen die Münchner vor einer Woche liegt der Abstand zum Tabellenführer bei elf Punkten, und das Rennen um den Titel wirkt mit zehn Runden vor Ende erledigt. Das Hauptziel für Dortmund ist nun der zweite Platz mit Champions League Qualifikation.
Die Ausfälle in den Playoffs der Königsklasse gegenüber Atalanta Bergamo und im DFB Pokal im Achtelfinale gegen Bayer Leverkusen werden die Saisonbilanz stark beeinflussen. Leverkusen liege neun Zähler hinter dem BVB, und das Aus zu Hause sei eine bittere Pille gewesen, unterstrich Ricken. In Europa sei man nicht gegen einen Giganten gestolpert, sondern einfach zu schwach gewesen.
Erfolge hingen von Qualität, Routine und innerer Führung ab, betonte der 49 Jährige. Die Bundesliga habe das Potenzial der Mannschaft bewiesen, die Champions League leider nicht. Solche Themen brauchten klare Antworten und Maßnahmen.