Richtung Eliteklasse: TSG Hoffenheim setzt Rekord trotz innerer Konflikte

Richtung Eliteklasse: TSG Hoffenheim setzt Rekord trotz innerer Konflikte

TSG Hoffenheim hat die inneren Auseinandersetzungen und die kürzliche hochrangige Niederlage erfolgreich verarbeitet und steuert weiter auf die Champions League zu. Die überzeugenden Spieler aus dem Kraichgau siegten am 22. Spieltag der Bundesliga mit 3:0 (0:0) gegen SC Freiburg. Dieser Erfolg im Duell im badischen Umland markierte für die TSG in ihrem 600. Spiel in der Oberliga einen Meilenstein: Acht aufeinanderfolgende Heimsiege waren zuvor unerreicht.

Fisnik Asllani (46.), Ozan Kabak (51.) und Einwechselspieler Valentin Gendrey (90.+5) erzielten die Treffer für den dritten der Tabelle. Damit wurde die Serie des SC unterbrochen: Die Mannschaft aus dem Breisgau hatte neun Pflichtbegegnungen in Folge gegen die TSG nicht verloren. Bei den Gästen, die erst kürzlich das Halbfinale des DFB Pokals erreichten, fehlte der suspendierte Julian Schuster. Der Trainer, der von der Tribüne aus zusah, wurde vom Co Trainer Lars Voßler vertreten. Voßler bezeichnete die Partie als verdientes Scheitern.

Die Hoffenheimer kamen nach der 1:5 Pleite bei Bayern München am Vorwochenende aus fünf Siegen in Serie. Nur einen Tag später endete der interne Machtkampf vorübergehend. Geschäftsführer Andreas Schicker gilt als Gewinner des Hinterzimmerstreits und behält seine Position. Christoph Henssler, zuvor als Interims Leiter beim Hauptverein, kündigte seinen Rückzug an.

Die internen Angelegenheiten haben Energie verbraucht. Am Ende haben wir alles geklärt sagte Schicker kurz vor Spielbeginn bei Sky. Ich erwarte nun Frieden. Diese Stabilität benötigen wir für unsere Ambitionen.

Die 22.679 Zuschauer erlebten in der fünften Minute ein scheinbares Fernschuss Meisterwerk von Andrej Kramaric aus etwa 35 Metern. Der erfahrene Kroate der TSG stand jedoch leicht im Abseits. Obwohl das Tor annulliert wurde übernahmen die Hoffenheimer die Kontrolle in der Eröffnungsphase.

Die Freiburger die hauptsächlich defensiv agieren mussten und auf den gesperrten Johan Manzambi sowie die verletzten Philipp Lienhart und Lukas Kübler verzichten mussten hinderten die Hoffenheimer an klaren Chancen. Erst in der 29. Minute stand Wouter Burger vor einer guten Gelegenheit für die TSG.

Die Heimmannschaft bei der der verletzte Tim Lemperle und der suspendierte Kevin Akpoguma fehlten setzte weiter Druck aus. Die Abwehr des SC widerstand mit etwas Glück bis zur Halbzeit. In der 43. Minute scheiterte Robin Hranac aus nächster Nähe an der Querlatte.

Kaum gestartet im zweiten Durchgang köpfte Asllani zum Führungs tor. Nach dem siebten Saisentreffer des Stürmers steigerten die Hoffenheimer das Tempo. Der zweite Treffer war absehbar. Kabak nutzte eine Ecke per Kopf. Beide Vorlagen stammten vom Flügelverteidiger Vladimir Coufal.

Erst gegen Ende der zweiten Halbzeit wagten sich die Gäste vor und schufen vereinzelt Bedrohungen vor dem Tor des Nationaltorwarts Oliver Baumann.