"Reicht halt nicht": Leipzig hadert mit Ineffizienz

"Reicht halt nicht": Leipzig hadert mit Ineffizienz

Nach spielerischer Besserung, doch mit mangelnder Treffsicherheit beim Abschluss, kämpft RB Leipzig nach dem Unentschieden gegen VfL Wolfsburg in der Bundesliga mit der eigenen Chancennutzung. "Wenn man gut spielt, muss man die Punkte auch holen. Das haben wir verpatzt, und das ist enttäuschend", meinte Sportdirektor Marcel Schäfer. Er ergänzte: "Der Einsatz war besser als in Köln. Aber das genügt halt nicht. 2:2 kommt zu kurz."

Bei mehreren Volltreffern und langanhaltender Dominanz trafen lediglich Yan Diomande (70.) und Neuzugang Brajan Gruda (89.), obwohl deutlich mehr Tore drin gewesen wären. Die Stürmer glichen die Führungen der Wolfsburger durch Mohamed Amoura (52.) und Mattias Svanberg (78.) jeweils aus.

"Mit der Motivation und der Darbietung bin ich einverstanden. Es stimmt jedoch nicht mit dem Ausgang überein, und das hebt uns von den höher platzierten Teams ab", erklärte Trainer Ole Werner nach dem Duell.

Red Bull Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hatte nach dem Pokaldebakel bei Bayern München (0:2) in der Vorwoche schon klare Ansagen an die Truppe gemacht. "In der Liga war das meilenweit entfernt von unseren Standards. Da stelle ich das Team vor die Verantwortung. Mein Ziel ist die Champions League."

Im Klub wurde diese Rüge nach Angabe von Schäfer nicht übel aufgenommen: "Das richtet sich nicht gegen Oliver. Er jagt stets das Äußerste, aber er hat lediglich die jahrelangen Ziele des Vereins wiederholt. Einen Alarm brauchen wir nicht."

Leipzig rankt momentan auf Position fünf, holte aber aus den letzten fünf Pflichtbegegnungen nur einen Triumph.