Real stellt Tchouaméni nach Trainingsstreit für Clásico auf
Der Konflikt zwischen den zwei Mittelfeldspielern entstand am Donnerstagabend direkt nach der Trainingseinheit. Der Verein verhängte eine hohe Geldstrafe von 500000 Euro über den französischen Internationalen Tchouaméni sowie über den uruguayischen Nationalmannschaftskapitän Valverde. Beide Spieler haben sich gegenüber dem Klub, den Supportern, dem Personal und ihren Teamkameraden entschuldigt.
Für den Trainer Arbeloa gilt der Vorfall nun als erledigt. "Morgen steht Tchouaméni im Aufgebot", erklärte der Coach und betonte, dass er die Entschuldigungen angenommen habe. "Ich bin hochzufrieden mit der Entschlossenheit, dem Tempo und der Offenheit des Vereins", fügte Arbeloa hinzu.
Derbysieg oder Titel für den Erzfeind
Der Trainer äußerte Ärger darüber, dass Informationen aus dem Umkleideraum nach außen gedrungen waren. "Dass interne Vorgänge an die Öffentlichkeit gelangen, die in der Kabine abliefen, empfindet man als Verrat gegenüber Real Madrid und dem Wappen des Klubs", so Arbeloa. Spielerstreitigkeiten seien nichts Ungewöhnliches, sie sollten jedoch nicht öffentlich gemacht werden.
Der Auslöser des Streits war demnach, dass Valverde zu Beginn des Trainings die dargebotene Hand von Tchouaméni ablehnte. Die angespannte Atmosphäre eskalierte während der Übung, und am Ende erlitt Valverde in der Umkleide scheinbar versehentlich eine Prellung mit einer Schnittwunde, ohne dass ein Schlag vonseiten des Kollegen vorlag.
Auf sportlicher Ebene hat Real Madrid einiges zu verlieren: Bei einer Niederlage im Clásico könnte Barcelona die Meisterschaft vorzeitig sichern. Der BarçaCoach Hansi Flick äußerte sich gelassen zu den Ereignissen beim Konkurrenten. Solche Vorfälle passierten, wären aber ungewöhnlich. Wichtig sei der Umgang damit. Barcelona plane, die Gelegenheit zu nutzen, um den Titel gegen den großen Widersacher zu verteidigen.