Ratcliffe von Manchester United entschuldigt sich über Wortwahl

Ratcliffe von Manchester United entschuldigt sich über Wortwahl

Jim Ratcliffe, Mitbesitzer von Manchester United, hat sich nach Kritik des britischen Premierministers Keir Starmer für seine Wortwahl in migrationsbezogenen Aussagen entschuldigt. Der 73-Jährige erklärte in einer Erklärung am Donnerstag: "Es bedauert mich, dass meine Formulierung einige Personen in Großbritannien und Europa verletzt hat."

Dies folgte auf Ratcliffes Kommentare in einem Interview mit Sky Television. Er hatte behauptet: "Das Vereinigte Königreich wurde von Einwanderern besiedelt", und dabei auf den starken Bevölkerungszuwachs durch Migration in der britischen Gesellschaft hingewiesen.

Offizielle Statistiken aus Großbritannien widerlegen diese Darstellung, was den Premierminister zu scharfer öffentlicher Kritik bewegte. Starmer nannte die Äußerungen in einem Beitrag auf X "feindselig und unzutreffend" und verlangte eine Entschuldigung.

Der 73-Jährige ging nun teilweise darauf ein, indem er in seiner Erklärung das Migrationsgeschehen in Großbritannien erneut ansprach: "Es bleibt jedoch essenziell, über eine gesteuerte Einwanderung zu reden, die das wirtschaftliche Wachstum fördert."

Nicht allein der Premierminister reagierte entrüstet auf das Interview. Manchesters Bürgermeister Andy Burnham kritisierte: "Diese Bemerkungen widersprechen allem, wofür Manchester steht, einem Ort, wo Menschen aus verschiedenen Hintergründen unsere Stadt und Einrichtungen bereichert haben, einschließlich des FC Manchester United." Der Muslim Supporters Club von Manchester United postete auf X, dass Ratcliffes Wortwahl "spaltend" sei und "oft in rechtsextremen Geschichten vorkomme."