"Pyrotechnik als Waffe": DFB bestraft Hertha BSC und Dynamo Dresden hart

"Pyrotechnik als Waffe": DFB bestraft Hertha BSC und Dynamo Dresden hart

" So einen Einsatz von Pyrotechnik als Angriffsmittel gegen Personen in diesem Umfang habe ich nur selten gesehen", äußerte Stephan Oberholz der Vorsitzende des DFB Sportgerichts. " Solches Verhalten ist in keinster Weise hinnehmbar. Dafür gibt es keine Rechtfertigung keine Ausrede und auch keine Milde. Weil dies kein üblicher Fall ist muss die Strafe vom Gewohnten abweichen."

Der Teilausschluss von Zuschauern gilt im Rudolf Harbig Stadion für die K Bloecke und somit für alle 9000 Stehplätze im Heimsektor. Bei einem der beiden Heimspiele wird die Strafe unter Bewährung ausgesetzt. Diese Bewährungsfrist endet am 30. Juni 2027 und umfasst somit die nächste Spielzeit.

" Da das jetzige Urteil nur auf einer Entscheidung eines Einzelrichters im schriftlichen Verfahren basiert legen wir Einspruch ein um vor dem vollständig besetzten Sportgericht in einer mündlichen Verhandlung gehört zu werden", teilte Dynamo Geschäftsführer Stephan Zimmermann mit. " Besonders beim Teilausschluss der Fans als gemeinsame Strafe ist es wichtig unsere Argumente und Vorbeugungsmaßnahmen persönlich darzulegen."

Weitere Beschränkungen bei direkten Begegnungen

Zusätzlich verlangt das Sportgericht von beiden Klubs für die kommenden zwei direkten Partien zwischen Dynamo und Hertha BSC jeweils nur die Hälfte der Tickets für den Gästebereich zur Verfügung zu stellen. Diese Karten sind außerdem personalisiert.

Am Karsamstag führten die Ereignisse zu großem Aufsehen im ganzen Land. Anhänger beider Seiten waren in schwere Ausschreitungen verwickelt. Fans durchbrachen Absperrungen und im Innenraum kam es zu Konflikten mit Pyrotechnik und Raketen. Mindestens 17 Personen erlitten Verletzungen laut DFB.

Dynamo kündigte bereits im April bauliche Anpassungen für seine Heimspiele an. Verschiedene Schritte umfassen unter anderem bauliche Modifikationen sowie ein neues Sicherheitskonzept.