Polanski hochgradig verärgert nach Gladbach-Niederlage

Eugen Polanski fühlte sich nach dem anhaltenden Abstieg von Borussia Mönchengladbach total frustriert. "Ich bin richtig wütend, da diese Pleite total unnötig und abwendbar gewesen wäre", klagte der Trainer nach der 0:3-Niederlage (0:2) auswärts gegen Eintracht Frankfurt: "Im Grunde lief alles im Spiel so, wie wir es geplant hatten, und wir zeigten ein solides Spiel auf fremdem Platz. Doch wir haben uns nicht belohnt, weil wir in den Strafräumen schlechter agierten als die Gegner."

Das liege auch "an der Qualität", meinte Polanski nach dem sechsten Spiel in Folge ohne Erfolg: "Wir haben darunter gelitten, obwohl viel mehr drin gewesen wäre." Die Position in der Tabelle mit gerade mal drei Punkten Vorsprung vor dem Abstiegskampf sei "riskant. Aber wir konzentrieren uns auf uns selbst. Ich muss das den Spielern vorhalten, dass wir Punkte holen und mindestens ein Tor mehr als der Gegner erzielen müssen. Der Plan war offensiv und defensiv gelungen, und dann muss man sich einfach selbst etwas gönnen."

Es sei "unfassbar, dass wir trotz so viel Einsatz und Chancen kein Tor fallen lassen konnten", fügte Sportdirektor Rouven Schröder hinzu: "Wer das Spiel nicht miterlebt hat, würde denken: 'Klare Niederlage, überrannt'. Tatsächlich aber hatten wir 20:12 Schüsse auf das Tor, mehr Ballkontrolle und zeigten Engagement bis zur Pause." Das Team habe "viel reingesteckt und nichts herausgeholt", fasste Mittelfeldspieler Jens Castrop zusammen.

Nathaniel Brown (24.), Ayoube Amaimouni-Echghouyab (34.) und Ansgar Knauff (75.) sorgten für die treffsichere Eintracht. Trotz der guten Leistung dürfe man sich das Match "nicht zurechtbiegen", mahnte Schröder. Es sei "tatsächlich eine Bedrohung, solche Partien zu verlieren", und es brauche zukünftig "mehr Direktheit. Wir sind einfach zu kompliziert unterwegs".