Playoffs lauern: VfB Stuttgart muss sich selbst hinterfragen

Playoffs lauern: VfB Stuttgart muss sich selbst hinterfragen

Nach der Enttäuschung in der Hauptstadt Italiens fand der VfB Stuttgart schnell den Verantwortlichen. "Wir sollten uns erst einmal selbst prüfen", meinte Trainer Sebastian Hoeneß nach der 0:2 (0:1) Niederlage des Bundesliga Vertreters in der Europa League gegen AS Rom bei RTL: "Die Treffsicherheit, die uns in der Meisterschaft auszeichnet, fehlte uns in Europa vollständig. Das bedeutet nun wohl, dass zwei zusätzliche Partien anstehen."

Trotz vieler Gelegenheiten erlitt der VfB in Rom die dritte Pleite in der aktuellen Europapokalrunde und wird voraussichtlich den Weg über die Playoffs einschlagen müssen. Beim Ende der Gruppenphase nächsten Donnerstag (21.00 Uhr) benötigen die Schwaben, die derzeit als 13. der Tabelle mit zwölf Zählern dastehen, einen Triumph im eigenen Stadion gegen Young Boys Bern sowie Misserfolge einiger Rivalen, um noch in die Top acht zu rücken und direkt ins Achtelfinale vorzudringen.

"Ich bin frustriert, sauer und niedergeschlagen", äußerte sich Nationalspieler Jamie Leweling: "Hier hätten wir punkten können." Besonders nach der Pause verschenkte der VfB enorme Chancen zum Gleichmachen, etwa als Deniz Undav (58.) und Ermedin Demirovic (79.) aus freiem Schuss danebengingen. Niccolo Pisilli (40., 90.+3) sicherte mit zwei Toren den Sieg für Rom.

"Es wird eine unruhige Nacht werden, doch wir shaken das ab", so Hoeneß, der trotz der fehlenden Schärfe vorne reichlich positives Feedback für sein Team hatte. "Die Spieler dürfen aufrecht gehen", unterstrich der 43 Jährige: "In dieser intensiven Umgebung gegen einen starken Widersacher lieferten wir eine solide Vorstellung." Insgesamt, glaubte Hoeneß, könne man "diese Darbietung als Basis nehmen, allerdings brauchst du in solchen Turnieren vorne mehr Präzision."