Nur Unentschieden: Wolfsburg fürchtet nach torlosem Spiel gegen Paderborn um den Klassenerhalt
Die Entscheidung über Auf- und Abstieg fällt am Pfingstmontag. Wolfsburg reist mit einer schweren Last zum Rückspiel nach Ostwestfalen. In der Offensive fehlte den Wölfen Kreativität und Durchsetzungsvermögen. Paderborn darf nach einer überwiegend defensiv starken Leistung und mit dem Heimvorteil auf die Rückkehr in die Bundesliga nach sechs Jahren hoffen. Im Rückspiel wird Jonah Sticker fehlen, der die Gelb-Rote Karte sah (90.+4).
Zum Spielbericht: Wolfsburg gegen Paderborn
Die Wolfsburger, seit ihrem Aufstieg 1997 ein fester Bestandteil der Bundesliga, haben den Klassenerhalt in der Vergangenheit bereits über die Relegation geschafft. Bei ihren bisherigen Teilnahmen verhinderten sie den Aufstieg von Eintracht Braunschweig (2017) und Holstein Kiel (2018). Auch die allgemeine Statistik spricht für den Erstligisten: Seit der Wiedereinführung der Relegation 2008/09 setzte sich der Zweitligist nur dreimal durch.
Beide Teams neutralisieren sich zu Beginn
Der SCP schaffte 2014 und 2019 den Aufstieg in die Bundesliga - jeweils als direkter Aufsteiger. Allerdings stieg Paderborn beide Male nach nur einer Saison wieder ab. Trainer Ralf Kettemann bezeichnete die mögliche Rückkehr in die Bundesliga im Vorfeld als "Chance des Lebens". Man könne "deutlich mehr gewinnen als verlieren".
Der größere Druck lag eindeutig beim VfL, der zu Saisonbeginn von Europapokal träumte und dann tief in den Abstiegskampf geriet. In den ersten Minuten war Wolfsburg zwar keine Unsicherheit anzumerken. Allerdings hatte der VfL große Schwierigkeiten, das Spiel zu gestalten. Paderborns frühes Pressing zeigte Wirkung, der Bundesligist war oft gezwungen, den Spielaufbau über die Abwehrkette zu starten. Lange Bälle wurden von Paderborns stabiler Defensive sicher abgefangen.
VfL ohne Durchschlagskraft im Angriff
Der SCP hielt den anfänglichen Druck aufrecht - und kam zur ersten großen Chance: Santiago Castanedas Schuss aus kurzer Distanz wurde von Jeanuel Belocian und Torhüter Kamil Grabara in letzter Sekunde vereitelt (9.). Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, dem jedoch die ganz großen Höhepunkte fehlten. Denis Vavro (23.) scheiterte aus der Distanz. Adam Daghim (32.) wurde von SCP-Torhüter Dennis Seimen aus spitzem Winkel gestoppt. Wolfsburg nutzte seine individuelle Klasse nicht ausreichend. Paderborn wartete auf Kontermöglichkeiten.
Auch nach der Pause hatte Wolfsburg Schwierigkeiten, gefährlich ins letzte Drittel vorzudringen. Viele kleine Fehler und mangelnde Abstimmung störten den Spielfluss. VfL-Spielmacher Christian Eriksen versuchte, das Spiel zu beeinflussen. Allerdings blieben auch beim Dänen geniale Momente aus. Einen Freistoß von Eriksen hielt Seimen sicher (67.). Paderborns Filip Bilbija (84.) vergab die große Chance auf das 1:0.