Norwegischer Fußballverband befürwortet Anzeige gegen Infantino zum Trump Friedenspreis

Norwegischer Fußballverband befürwortet Anzeige gegen Infantino zum Trump Friedenspreis

Der Grund ist der kürzlich geschaffene sogenannte Friedenspreis, den Infantino bei der WM Auslosung im Dezember 2025 dem US Präsidenten Donald Trump zuerkannt hat. Dem einflussreichen FIFA Chef wird angelastet, dass er dadurch die Vorschriften zur politischen Neutralität verletzt hat. FairSquare hat gleich nach der Preisvergabe eine formelle Klage bei der FIFA Ethikkommission vorgelegt und bekommt jetzt Beistand.

"Es handelt sich um einen Verstoß der FIFA durch ihren Präsidenten gegen die Vorgaben der politischen Neutralität via Verleihung dieses Friedenspreises. Wir fordern die Ethikkommission auf, das zu untersuchen", erklärte Klaveness.

Der norwegische Verband sieht die allgemeine Einführung dieses Friedenspreises "sehr skeptisch. Er besaß keine Grundlage im FIFA Kongress. Er fehlt an Legitimation und fällt klar ausserhalb des FIFA Auftrags. Es stellt einen gravierenden Fehltritt dar, einen politischen Preis ohne solche Grundlage zu etablieren."

FIFA sollte "politisch neutral bleiben"

Nach Berichten von The Athletic waren sogar die übrigen FIFA Vorstandsmitglieder total baff von dieser Preisvergabe, die Jurymitglieder bleiben unbekannt.

FairSquare beruft sich auf Artikel 15 des FIFA Ethikkodex. Diese Regelung erfordert, dass sämtliche FIFA Beamte gegenüber Autoritäten, Vereinen und politischen Gruppen "politisch neutral bleiben". Übertretungen können mit Bußgeldern oder Sperren bis zu zwei Jahren bestraft werden.