Niederlande sichert sich Gruppensieg - Japan und Schweden mit "Friedensvertrag" weiter

Niederlande sichert sich Gruppensieg - Japan und Schweden mit "Friedensvertrag" weiter

"Ziemlich schnell haben wir 2:0 geführt. Aber es gab einige Momente im Umschaltspiel, die nicht so gut waren", sagte Koeman: "Aber als wir dann ein bisschen höheres Tempo gespielt haben, war es wieder viel besser. Wir müssen mehr Druck machen, nicht zu viel abwarten." Und der 63-Jährige bedankte sich bei den niederländischen Fans: "Ich habe das Gefühl, dass wir zu Hause spielen. Das ist großartig."

Ein Eigentor des Frankfurters Ellyes Skhiri (3.) und Sturmtank Brian Brobbey (7.) sorgten früh für klare Verhältnisse. Jan Paul van Hecke (62.) legte nach, zuvor hatte Hazem Mastouri (54.) kurzzeitig für Spannung gesorgt. Die Elftal trifft im Sechzehntelfinale in der Nacht auf Dienstag (03.00 Uhr MESZ) nun im mexikanischen Monterrey auf Marokko, WM-Halbfinalist von 2022. Anschließend würde im Achtelfinale Co-Gastgeber Kanada oder Südafrika warten, ein möglicher Viertelfinalgegner ist Deutschland.

Für Tunesien und "Feuerwehrtrainer" Hervé Renard, der nach der deutlichen Auftaktniederlage gegen Schweden (1:5) für Sabri Lamouchi übernommen hatte, endete das XXL-Turnier mit einer weiteren Enttäuschung. Für die Nordafrikaner geht es bei der siebten WM-Teilnahme zum siebten Mal vorzeitig nach Hause.

Meteorologen hatten für den Donnerstagabend (Ortszeit) schwere Gewitter und Starkregen über dem offenen Arrowhead Stadium vorhergesagt. Der Fanmarsch am Vormittag war davon nicht betroffen, laut lokalen Medien zogen über 20.000 Oranje-Anhänger angeführt von den beiden legendären Partybussen stimmungsvoll durch die Innenstadt. Pünktlich eine Stunde vor Anpfiff war auch die Gewittergefahr vorüber.

Match-Center: Tunesien vs. Niederlande

Heiße Schlussphase und glückliche Gesichter

Kein Sieger, doch Zufriedenheit auf beiden Seiten: Japan und Schweden sind nach einem erst in der zweiten Halbzeit unterhaltsamen Duell gemeinsam in die K.-o.-Runde der Fußball-WM eingezogen. Vor den Augen der deutschen Basketball-Legende Dirk Nowitzki, der das Spiel in seiner Heimatstadt im Schweden-Trikot verfolgte, genügte beiden Teams in Dallas ein 1:1 (0:0) für das erhoffte Weiterkommen. Daizen Maeda (56.) traf nach starkem Zuspiel des Frankfurters Ritsu Doan. Anthony Elanga (62.) sorgte für die schnelle Antwort Schwedens.

Auf die weiterhin ungeschlagenen "Blauen Samurai" wartet als Zweiter der Gruppe F in der ersten Runde der K.-o.-Phase ein schweres Los: Am Montag (19.00 Uhr MESZ) kommt es in Houston zum Aufeinandertreffen mit Rekordweltmeister Brasilien. Schweden ist als Gruppendritter ein potenzieller deutscher Gegner im Sechzehntelfinale.

Für Japan war die Ausgangslage komfortabel: Ein Sieg oder ein Remis garantierten den Verbleib im Turnier. Schweden stand nach dem Dämpfer gegen die Niederlande (1:5) unter Zugzwang und musste eigentlich auf Sieg spielen – und tat dies zunächst auch. Japan war zunächst defensiv gefordert. Schwedens Offensive um die Top-Stürmer Alexander Isak und Viktor Gyökeres war bemüht, scheiterte jedoch oft am letzten Pass. Der Abschluss von Holstein Kiels Alexander Bernhardsson (6.) war harmlos.

Japan versuchte, die schwedische Defensive mit hohen Bällen in die Schnittstellen und Flanken aus dem Halbfeld vor Probleme zu stellen. Chancen ergaben sich aus diesen Mitteln lange keine. Der auffällige Maeda (22.) war beim ersten nennenswerten Abschluss per Kopf zu sehr in Rücklage. Werder Bremens Yukinari Sugawara (40.) scheiterte aus der Distanz. Echte Gefahr strahlte die Mannschaft von Trainer Hajime Moriyasu einzig beim Schuss von Keito Nakamura (45.) aus. Auf der Gegenseite waren Isak und Gyökeres weitgehend abgemeldet.

Nach der Pause erhöhte sich der Unterhaltungswert für die Zuschauer um Edelfan Nowitzki, der mit der Schwedin Jessica Olsson verheiratet ist, deutlich. Japans Offensive drehte auf und jubelte, als Maeda eine sehenswerte Kombination erfolgreich abschloss. Elangas ansehnlicher Treffer zum Ausgleich kam überraschend, diente Schweden aber als Initialzündung. Isak (65.) sorgte beinahe für den Doppelschlag. In der Nachspielzeit rettete Japans Torwart Zion Suzuki gegen Elanga (90.+3) und Isak (90.+4).

Match-Center: Japan vs. Schweden

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