Niederlage in Rom: VfB drohen die Play-offs
Enttäuschung in der Hauptstadt Italiens: Der VfB Stuttgart bereitet sich in der Europa League auf die unbeliebten Play-offs vor. Das Team von Sebastian Hoeneß unterlag in einem prestigeträchtigen Match bei AS Rom mit 0:2 (0:1) und verfehlte den geplanten Einzug unter die Top acht. Dadurch sind die Schwaben am Ende der Gruppenphase nächsten Donnerstag auf Fehler von mehreren Rivalen angewiesen, um eine direkte Qualifikation für das Achtelfinale zu erreichen.
Niccolo Pisilli (40., 90.+3) besiegelte für den VfB, der in der zweiten Halbzeit diverse Ausgleichsmöglichkeiten vergeudete, nach drei vorherigen Erfolgen in Europapokalbegegnungen hintereinander eine gerechte Pleite. Im letzten Gruppenspiel gegen Young Boys Bern erfordern die Stuttgarter mit ihren zwölf Punkten zumindest einen Triumph, um die Aussicht auf den unmittelbaren Fortschritt in die K.o.-Phase der finalen sechzehn Teams aufrechtzuerhalten.
Im Stadio Olimpico fehlte beim VfB Angelo Stiller, der Mittelfeldakteur war wegen Leistenschmerzen nicht im Aufgebot und wurde durch Chema Andrés vertreten. Obwohl die Stuttgarter vielversprechend begannen, ergriff Roma die Initiative, da Trainer Gian Piero Gasperini vor dem relevanten Ligatreffen bei AC Mailand nächsten Sonntag diverse Stammspieler entlastete.
Außer einer Gelegenheit für Jamie Leweling (34.) gestatteten die defensiv robusten Hausherren nichts und konstruierten selbst wiederholt beeindruckende Vorstöße. Die Vorhut von Pisilli erschien daher verdient, wobei Alexander Nübel anschließend vor Lorenzo Pellegrini (43.) sogar einen weiteren Abstand verhinderte.
Nach der Pausenzeit erzeugte der VfB erneut Gelegenheiten, insbesondere über Deniz Undav. Der Spitzenstürmer misslang jedoch zunächst gegen Roma-Torhüter Mile Svilar (47.) und versäumte später auch frei aus naher Distanz (58.), ähnlich wie der eingewechselte Ermedin Demirovic (79.). Pisilli klärte diesseits endgültig.